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Nachbeben Der erste Tag des neuen Lebens Prophezeiungen

Prophezeiungen

In dem alte Schleier schließlich beben

30. Efferd 23 Hal

Wir haben ihn tatsächlich getroffen. Ich weiß nicht ob ich überrascht sein soll oder mich bestätigt fühlen, weder ob der Tatsache, daß wir tatsächlich auf der Spitze des Berges einen Turm fanden, geschützt und verborgen von einer Mannigfaltigkeit an Zaubern. Erst als wir näher traten, schien es als trete aus den Wolken selbst der große Turm hervor, der die Heimstatt Rohezals bietet, eines des größten Zauberers unserer Zeit.

Er ließ uns ein, nicht sofort, doch nachdem wir erzählten, was uns zu ihm führte, nachdem wir davon sprachen, was in Dragenfeld geschehen war, und daß wir diejenigen waren, die Liscoms Rutial unterbrachen.

Nur widerstrebend begann er, uns zuzustimmen in unseren Befürchtungen, daß, was immer in Dragenfeld auch geschehen sein mag, dies nicht das Ende der Geschichte ist. Nein, Rohezal ging sogar noch weiter und bestätigte, daß die Rückkehr dessen, den wir den Dämonenmeister nennen, aufgrund dessen, was dort im Weidenschen Hinterland geschah, durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Wie so viele andere zweifelt er, und ich kann es ihm nicht verdenken, bin ich mir selbst doch auch noch uneins in der Frage, ob ich an eine Wiederkehr Borbarads glaube oder nicht. Diese meine Einstellung scheint beinahe täglich zu wechseln, ohne daß ich wahrhaft etwas dagegen tun könnte.

Rohezal sprach von der Verbannung Borbarads, und zu meiner unbändigen, unmäßigen Verwunderung sprach er davon, gesehen zu haben, was dort vor sich gegangen war.

Wie kann das sein? Wie in Nandus Namen kann er Augenzeuge dessen gewesen sein, was vor vierhundert Jahren geschah? Rohezal ist alt, so viel ist gewiß, aber so alt ist er mit Sicherheit nicht...

Er beantwortete meine bohrenden Fragen danach nicht, antwortet allein mit dem Satz, daß es Weisheiten gebe, die jeder für sich ergründen müsse.

Er könnte wahrhaft einer unserer Loge sein, wenn er dies spricht, und doch... nach seinen Worten brennen Fragen noch dringender unter meinen Nägeln als zuvor.

Er hat unsere Befürchtungen nicht abgestritten und -schlimmer noch.

Als Setaou im Verlaufe unseres Gespräches die Augenbinde abnahm, um jenen Rubin zu enthüllen, der nun sein Auge ersetzt, den kalten, roten Stein, das Zeichen für was auch immer... war der Magier nicht überrascht...

Er hat von derlei schon gehört, auch wenn er es nur zwischen den Zeilen, zwischen schönen Worten und verschnörkelten Ausdrücken, sagt. Der Rubin in Setaous Auge ist nichts Neues für ihn. Dessen bin ich sicher.

Doch weigerte er sich, uns mitzuteilen, was er weiß, ein häufiger Fehler der Mitglieder des Weißen Pentagrammes, zu schweigen, bis es zu spät ist, doch wer bin ich, über die Entscheidungen eines Mannes wie Rohezal zu richten?

Nun gut, er weigerte sich, seine Worte zu verdeutlichen, uns zu sagen, worauf er hinauswollte, und wir konnten nichts machen, als jene Weisheit anzunehmen, die zu teilen er bereit war. Denn ganz mit leeren Händen schickte Rohezal uns nicht zurück nach Punin. Er riet uns, die Orakelsprüche zu Fasar zu lesen, wirre, verschläüsselte Prophezeiungen. Die Orakelsprüche zu Fasar.. und die Worte des Thamos Nostriacus...

Als ob ich dafür eine Aufforderung bräuchte!

Thamos, seinem Nennnamen nach auch Nostria Thamos genannt, gilt als einer der Alveraniare der Kirche des Einhorngottes, seine Worte verschlüsselt, wie es dem Meister gefällt. Eine Herausforderung ist es, Sinn darin zu erkennen, und jener Aufgabe mich zu stellen habe ich bisher nicht gewagt.

Und so führt mich der Meister der Meister in dieser Geschichte wieder auf vertraute Pfade... denn wie kann ich mich fürchten oder allein sein, wenn seine Worte, verborgen durch Seinen Schleier meinen Weg weisen.. wenn ich nur klug und geschickt genug bin, so werden Seine Worte uns vielleicht zu helfen vermögen.

Und so kehre ich mit Hoffnung aus dem Amboß zurück, auch wenn wir hier nicht fanden, was wir suchten.

5. Travia 23 Hal

Welch eine Ignoranz in den Hallen der Schlange in diesen Gefilden!! In Punin hätte ich derlei für mein Leben niemals erwartet...

Ich fand es nur natürlich, daß mich meine Schritte als erstes in die hallen der Hesinde führten, schließlich ist es der Meister der Meister, der uns die fabulösen Rätsel der Prophezeiungen vor die Füße legte, auf daß wir sie entschlüsseln und unseren Geist daran schärfen mögen. Ich hätte nicht gedacht, daß die Priester seiner himmlischen Mutter uns dies verweigerten. Gewiß, ich bin keine Hochgeweihte, und gewiß, man kann nicht in Kuslik leben und forschen, ohne das eine oder andere über die bisweilen ein wenig restriktive Informationspolitik der Hesindekirche zu lernen, aber dennoch hatte ich gehofft, daß man uns vor dem Hintergrund der bisher aufgetauchten Dinge leichteren Zugang gewähren würde. Nur eine Lektüre für Hochgeweihte, pah! Ignoranten! Als befänden wir uns nicht bereits bis zum Halse in dem, wovon die Prophezeiungen sprächen - als rate Rohezal uns leichtfertig, derlei zu tun...

Nun ja... es ist müßig, sich darüber zu ärgern. Alles was man uns im Tempel der Hesinde also gab war die Möglichkeit, Teile der Prophezeiungen aus anderen Werken zusammenzutragen in mühevoller Kleinarbeit. Ich bin mir nicht sicher, ob man hier die Orakelsprüche sowie Nostria Thamos nicht einmal kennt, nicht in vollem Umfange besitzt, oder uns einfach nicht geben will. Wie auch immer. Unsere mühevolle Kleinarbeit - wenn ich von uns rede, so spreche ich von Goran und mir, der eine beachtliche Hilfe in dem ganzen darstellte - brachte nur einige Ausschnitte der Orakelsprüche zutage, doch mehr als genug bereits, um mir deutlcih zu machen, daß wir sie möglicherweise alle brauchen werden. Vielleicht wird man mir in der Academia der Hohen Magie weiterhelfen können, morgen. Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen Bibliothekar, der sich an eine zu neugierige junge Magierin aus Kuslik erinnert, die hier schon einmal eine ganze Zeit verweilte, auf der Suche nach etwas...

So werde ich die mir verbleibenden Stunden des Abends - denn die Sonne ist gerade erst im Westen verschwunden, in einem Feuerwerk aus Rot und Gold, während ich in der lauen Wärme des Abends auf der Terasse unserer Taverne, der 'Feuerstube' sitze und unter dem beginnenden Licht des Madamals im Schein meiner treuen Öllampe zu schreiben vorhabe. Vielleicht wird dies mir helfen meine Gedanken zu ordnen, bevor Iolaos, Lieto und Setaou von wo auch immer sie den Tag verbrachten, zurückkehren. Goran hat sich zu den Abendgebeten in den Tempel zurückgezogen, während ich meinem Herrn und Meister auf meine eigene Weise huldigen werde.

Und so, im Namen Nandus', laßt uns beginnen...

Vers 1.1 Wenn der Drache seinen Karfunkelstein verliert, wird sich die Kunde verbreiten von SEINER künftigen Macht und SEIN Diener stirbt und kann doch nicht sterben

Dies bezieht sich ohne Zweifel auf die Ereignisse, die ich vor Jahren selbst miterlebt habe, Nandus möge mir helfen. Die Tage, als ich mit meinem Cousin Lessandreo und einigen anderen in die Gor zog, um nach einem verschwundenen Zigeunerjungen zu suchen. Die Tage, an denen wir herausfanden, daß einer unserer Weggefährten nicht das war, was er zu sein vorgab. Die Tage, in denen ich zum ersten Mal den unseligen Namen Liscom von Fasar hörte.

Denn einer derer, die uns begleiteten, war nicht Bukhar, der Geschichtenerzähler. Nein, in seiner wahren Gestalt war es Teclador, alter Drache unvorstellbarer Macht, der in Liscoms Falle geriet und dort seinen Karfunkelstein verlor...

Es heißt, Liscom von Fasar sei gestorben, damals... Und tatsächlich hatte die unselige Gestalt in Dragenfeld viel von einem Toten... Wäre es zu fern, zu vermuten, daß sich jener Teil bereits erfüllt hat? Nein, ich denke nicht... doch lasst mich weiter überlegen...

Vers 1.4 Wenn der Tote den Toten beschwört, werden sich auftun die Sphären und es wird sein ein Heulen und Zähneknirschen unter den zauberern und Gegenzauberern und den Leuchtenden Erleuchteten...

Dies bezieht sich wohl auf das, was in Dragenfeld geschehen ist, und es scheint den Schluss zu bestätigen, den ich mir bisher nicht erlaubte, daß jene skelletale Gestalt, die wir dort im Zentrum des Rituales sahen, Liscom von Fasar, bereits nicht mehr unter den Lebenden weilte in dem Moment, in dem er diesen Zauber vollführte. Dämonisches, faules, entsetzliches Werk das er da vollführte, entsetzlich, was er in diese Welt brachte. Er beschwor den Toten, beschwor den Frevler, den finsteren Zauber Borbarad, ich kann es nicht leugnen, daß hiervon die Rede ist. Unglückseliger, was hast du getan?

Vers 1.5 Dann wird erscheinen der Erste der Sieben Gezeichneten und sein Zeichen wird sein der Rubin und das Wissen um SEINEN Namen

Das ist Setaou....
Etwas anderes kann ich nicht folgern. Der Erste der Sieben Gezeichneten. Was hat das zu bedeuten? Es klingt unheilvoll, es klingt endgültig, und andere Dinge, die wir fanden, lassen es noch endgültiger klingen. Analysieren wir die Struktur...

ein Vers mit fünf Unterversen, Vier Bedingungen, dann die Konsequenz.
Geschieht das und das und das, dann erscheint der erste der Gezeichneten...
Gibt es sieben Verse dieser Art? Ich möchte es fast vermuten...
Süßer Nandus, was sind die Gezeichneten? Welches Schicksal erwartet Setaou, der, verschlossen und schwierig wie er ist, mir doch durch die Ereignisse in Dragenfeld teuer wurde?
Sein Zeichen ist das Wissen um Seinen Namen...
Wir wissen von wem er sprach. Wenn wir den Orakelsprüchen glauben können, so... ist geschehen, was wir befürchteten...
Ist der Frevler tatsächlich zurück?

Vers 2.1 Wenn der geblendete Blender die verblendete Blenderin trifft, wird ihr gieriger Blick fallen auf die Gier der Menschen und auf IHN und was ihr zuteil ward, das soll auch IHM zuteil werden.

Der geblendete Blender... jemand der sein Augenlicht verlor und seitdem... die Menschen täuscht? Trifft die verblendete Blenderin.. jemand der einem Trugbild nachjagt, einer Illusion? Einer Täuschung? Und auf dieser Jagd andere mit sich mit reißt?
Mir fehlt die Kenntnis, um zu wissen, wovon man hier spricht...
Ist dies schon geschehen oder muss dies erst ncoh geschehen? Und wenn es geschehen ist, was passiert dann?
Ich werde die Augen aufhalten müssen, vielleich tnoch weiteres lesen darüber, wovon hier die Rede ist. Vielleicht gibt es jemanden, den man den Blender oder die Blenderin nennt...
Ich gestehe, Nandus, daß ich ratlos bin...

Vers 2.3 Wenn der Schlaf des Hüters gestört wird und sein Heim in dunkle Klauen fällt wird ein alter Pakt erfüllt, eine alte Schuld gesühnt, ein altes Geheimnis gelüftet und ein alter Pakt vollführt werden...

Der Hüter?
Was könnte der Hüter sein? Auch dies erschließt sich mir nicht unmittelbar, so gerne ich das hätte. Daß noch nichts davon die Welt erschüttert hat, mag heißen, daß es noch nicht geschehen ist, oder daß es sich unserer Sicht entzieht.
Der Hüter... der Hüter... dunkle Klauen.. .das könnte beinahe alles sein.
Auch hier bleibt mir nichts als die Augen zu öffnen und weiter zu suchen, vielleich twird es mir später etwas sagen, sei es, wenn es geschieht, oder wenn meine Schritte mich auf einen Pfad führen, der mich klarer sehen lässt...

Schluss:
Wenn das Erste Zeichen Seinem Haß erliegt, das Zweite Seinem Willen gehorcht, das Dritte Seinen Krieg führt, das Vierte Seinen Weg beschreitet, das Fünfte Seinen Zwist begräbt, das Sachste Seine Göttlichkeit besiegelt und das Siebte Seine Bestimmung annimmt, dann werden geopfert die Sieben Zeichen sein und ewig bleiben wird nur ER und die Ruhe vor SEINEM Sturm

Nandus, laß mein Herz nicht wanken, was für eine fürchterliche Prophezeiung. Schon den ganzen Tag wandern jene Worte in meinem Kopfe herum, so daß ich nicht einmal mehr meine Notizen zu Rate ziehen musste um sie hier niederzuschreiben.

Bitte lass mich falsch liegen, dies klingt wie eine Prophezeiung vom Ende der Welt. Dies klingt so, als sei das Ende aller Tage herangebrochen, und als seien es jene, die man die Gezeichneten nennt, die unser Verderben sein werden.
Setaou... Setaou... sag mir was dich verbrennt...
Nein
Ich wage und will nicht glauben was ich dort lese. Keine Prophezeiung ist endgültig, keine Prophezeiung ist der Weisheit letzter Schluss. Solche Worte mögen täuschen, solche Worte mögen geändert werden, sie MÜSSEN geändert und gebogen werden. Ich muß mit Setaou reden, so bald wie möglich. Ich hoffe, ich hoffe, er wird mir zuhören und ich hoffe er wird dem Aufmerksamkeit schenken was ich sage. Bitte, Freund. Fall nicht dem Haß anheim, wer auch immer die anderen sein mögen, die die Zeichen tragen.

Ich hoffe daß sie bald zurückkehren werden, alles in mir drängt danach, ihnen von dem zu berichten, was wir herausgefunden haben. Nandus, schenk mir Mut... ich darf nicht verzagen, denn Hoffnung gibt es immer.

Ich denke ich werde mir einen Schluck aus dem Schlauch guten Roten nehmen, den ich von daheim aus Montana mitbrachte - die himmlischen Zwölfe mögen wissen, daß ich ihn brauche. Und dann werde ich warten.. warten auf die anderen...

Ich frage mich wie sie meine Nachrichten aufnehmen werden?

Später

Erstaunlich gut, sehe ich mich gezwungen, meine Frage des frühen Abends zu beantworten. Ich habe ihnen davon berichtet, und auch wenn ich es bei Setaou schwer finde, die Emotionen aus seinem unbewegten Gesicht zu lesen, so habe ich doch das Gefühl, daß er mir zuhörte und meinen Gedanken zumindest bereit ist, einen zweiten Blick zu schenken, Hesinde sei Dank! Ich glaube nicht, daß Iolaos und Lieto begreifen, was es ist, wovon ich hier spreche, scheint doch auch mir selbst noch weit entfernt, was ich - auf akademischer Basis, versteht sich - im Moment Einzug in meine Gedanken gewähre. Hoffen wir daß es eine Herausforderung an meinen Geist bleibt... nicht mehr...

Esybilla, sag mir.. wen versuchst du zu täuschen...?

1. Travia 23 Hal

Weitere Orakelsprüche... weitere Prophezeiungen...
Es fängt an, mich schwindelig zu machen, denn düster ist das, was ich da lese, und seltsam die Andeutungen. Meine Hypothese von sieben mal fünf Sprüchen von Fasar scheint sich zu bewahrheiten, nach dem was ich bis jetzt fand, doch ist nichts klarer geworden, eher im Gegenteil. Ich will wiederum systematisch beginnen, aufschreiben, was ich schon habe und meine Schlüsse daraus ziehen.

Vers 1
1)Wenn der Drache seinen Karfunkelstein verliert, wird sich die Kunde verbreiten von SEINER künftigen Macht und SEIN Diener stirbt und kann doch nicht sterben.
2) Wenn der Sohn des Raben von der Tochter der Schlange niedergestreckt wird, erhebt sich wieder das leuchtende Zelt und der Herrscher des Zeltes wird sein der dritte seines Namens
3)fehlt
4)Wenn der Tote den Toten beschwört, werden sich auftun die Sphären und es wird sein ein Heulen und Zähneknirschen unter den zauberern und Gegenzauberern und den Leuchtenden Erleuchteten.
5)Dann wird erscheinen der Erste der Sieben Gezeichneten und sein Zeichen wird sein der Rubin und das Wissen um SEINEN NAMEN

Soweit also der erste Vers... die zweite Strophe ist neu, doch auch in ihr erkenne ich bereits vergangenes wieder. Er gemahnt an die Zeit, als Al'Anfa, die verdorbene Stadt des Südens, das Sultanat der Novadis überfiel, unter ihrem Führer Tal Honak, der sich von Boron selbst ausgesandt sah. Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht geklärt und die Frage wer mit der Tochter der Schlange (eine Tochter der Hesinde????) sein könnte facht meine Neugier an, wie ich gestehen muss. Ich muss diese Frage beizeiten einmal verfolgen... denn mit dem leuchtenden Zelt ist ohne Zweifel das Sultanat gemeint, der Sultan ist ein dritter seines Namens...

Doch kehren wir zurück zu dem Ganzen... der Vers beschreibt Dinge die geschehen sind und eine Konsequenz, die ebenfalls bereits in der Vergangenheit liegt. Tatsachen, die wir akzeptieren müssen. Tatsachen. Anders ist der zweite Vers.

Vers 2
1.Wenn der geblendete Blender die verblendete Blenderin trifft, wird ihr gieriger Blick fallen auf die Gier der Menschen und auf IHN und was ihr zuteil ward, das soll auch IHM zuteil werden
2.Wenn die gespaltene Zunge die Schwerter un dide geflügelte Zunge die Szepter führt, werden Drachen wieder kreisen und Greifen wieder reisen, alte Partner wieder streiten und alte Gegner wieder zusammenfinden
3.Wenn der Schlaf des Hüters gestört wird, und sein Heim in dunkle Klauen fällt, wird ein alter Pakt erfüllt, eine alte Schuld gesühnt, ein altes Geheimnis gelüftet un dein alter Plan vollführt werden.
4.Fehlt
5.Dann wird erscheinen der Zweite der Sieben Gezeichneten und sein Zeichen wird sein die Kreatur und das Wissen um seine Gestalt

Rohezal sprach davon, daß der Zweite der Gezeichneten noch nicht erschienen sei... Noch ist Zeit.

Die gespaltene Zunge, die die Schwerter führt... sind es Echsen, auf die sich dies bezieht? Echsen die in den Krieg ziehen? Es wäre eine Deutung doch ist mir nichts derartiges bekannt. Maraskan? Neuigkeiten von dort sind selten...

Aber sonst... die gespaltene Zunge könnte auch für eine Schlange stehen - eine kämpfende Hesinde?
Der Möglichkeiten sind viele, ich weiß nicht genau welche ich favorisieren soll.

Die geflügelte Zunge die das Szepter führt? Geflügelte Zunge, geflügeltes Wort.. Sprichworte sind dies.. Das Szepter könnte für ein Geweihtenzeichen stehen, vielleicht gar für die des Götterfürsten.. ein Priester des Lichts? Der Bote des Lichtes gar? Die geflügelte Zunge könnte für jemanden stehen, der die Wahrheit nur verschleiert wiedergibt - unwahrscheinlich für einen Praiospriester, und dennoch...

Drachen wieder kreisen und Greifen wieder reisen... Greifen.. ein echter Hinweis auf den Götterfürsten.. aber solche Ereignisse würden uns erreichen.. und noch ist alles ruhig.

Das Zeichen des nächsten Gezeichneten wäre die Kreatur...

die Kreatur...

es fällt mir schwer etwas darunter vorzustellen. Eine Wergestalt? Oder was...
Rätselhaft sind in der Tat die Orakelsprüche, fabelhafte Enigmen..
Ich fühle mich herausgefordert...

Ich fand noch einzelne andere Orakelsprüche, aus späteren Versen, die ein Licht auf eine düstere Zukunft werfen, wie ein Kaleidoskop, Irrlichter, sich immer schneller im Tanze drehend. Nandus, gib mir Kraft, es ist zum Fürchten...

Vers 4.3 Wenn die falsche Schlange den Kopf verliert wird das funkelnde Verderbnis erneut funkelndes Verderben verbreiten und der Drachen Herzen werden rasend schlagen in Einmut und Zwietracht und Liebe und Hass und Leben und Tod

Die falsche Schlange... eine Täuschung, ein Trugbild, das zerschlagen wird, doch .. funkelndes Verderbnis..? Ein Kristall? Ein Geheimnis des ewigen Eises? Etwas aus Licht? Gold? Nandus möge mir helfen ich habe keine Ahnung...

Die Erwähnung von Drachen lässt mich an die Gor denken, an Teclador... was für Mächte sind es die hier entfeselt werden?
Einmut und Zwietracht und Liebe und Hass und Leben und Tod...
sechs Emotionen... sechs Alte Drachen wandelten einst... was hat die Zahl sechs hier zu suchen? Sechs Elemente...
Spekulationen... Spekulationen weil ich keine bessere Idee habe...

Vers 5.4 Wenn dem größten Grauen Tür und Tor geöffnet werden wird die Not groß sein und die Zeit knapp und der Nehmer der Welt wird dem Geber der Gestalt weichen und es wird sein ein Jubeln und Triumphieren unter denen die da siegreich waren und ein grimmiger Trotz unter denen, die da das Erbe für den Sproß des Gefallenen tragen.

Ich weiß nicht genau wer der Nehmer der Welt und der Geber der Gestalt sein sollen, auch wenn ich diesen Namen nicht zum ersten Male höre und heute nicht zum letzten Male niederschreiben werde. Es wird von einem Krieg gesprochen zwischen diesen beiden... eine Entscheidung, ob echt oder nur scheinbar mag ich nicht zu entscheiden... Obskurer werden die Worte mit jedem fortschreitenden Vers, mit dem wir weiter in die Zukunft wandern.

Vers 7.1 Wenn die Horden des bleichen Fleisches wieder dem Kreuz des Nordens folgen und der gesprenkelte Schlächter wieder nächtens wandelt, werden die Länder erzittern und ihre Herren erschauern ob der Macht, die sie gekostet und gewappnet werden sie SEINER harren um gerüstet zu sein für die Größe SEINES Geistes...

Welch schreckliches Bild von einem Krieg.. die Länder vereint im Kampf gegen etwas, das unmenschlich klingt, im Kampfe gegen.. nein.. noch wage ich es nicht auszusprechen. Mut, Esybilla. Mut. Du ziehst zu schnelle, zu voreilige Schlüsse... wer weiß was sich dahinter verbirgt...

Doch die Orakelsprüche zu Fasar sind noch der Teil der Prophezeiungen, über die ich gestolpert bin In der Akademie zu Punin fand ich auch einen Teil der Prophezeiungen des Nostria Thamos, doch hier bin ich noch mehr in Rätseln versunken als zuvor. Ich weiß nicth genau, was diese Prophezeiungen aussagen sollen. Sie sind.. nicht so zielgerichtet wie die Fasarer Sprüche, deuten nicht so einfach auf ein Muster hin, so daß ich mich für den Moment damit begnügen muss bekanntes zu deuten und über unbekanntes zu rätseln ohne zu wissen, wo dies letztendlich hinführen wird.

1.Spruch: Von der Zweiheit der göttlichen Ungaben Zweimal, nicht einmal wird der Zwist der Zwillingsbrüder offenbar und der Geber der Gestalt unterliegt damit der nehmer der Welt unterliegen muss.

Schwer zu sagen, wovon dieser Spruch handelt. Zwei Zwillingsbrüder... erstaunlich ist nur, daß hier ebenfalls die Aphorismen Geber der Gestalt und Nehmer der Welt verwendet werden, ebenso wie in den Orakelsprüchen von Fasar... Das allein läßt mich eine Verbindung zwischen den beiden ziehen... das allein läßt mich den Rest schon aufmerksam lesen. Offensichtlich sind der Geber der Gestalt und der Nehmer der Welt Zwillingsbrüder, im Worte oder im Geiste... aber der Rest des Spruches verwirrt mich.

Zweimal, nicht einmal werden die tumben Söhne Ogerons dem Kreuz des Nordens folgen.

Das ist geschehen. Zwei Ogerstürme gab es, der zweite liegt noch nicht lange zurück.

Zweimal, nicht einmal werden die Botschafter von Ordnung und Einheit zweiteilen Ordnung und Einheit.

Ich bin mir nicht sicher, aber logisch klingt, daß sich dies auf die zwei Boten des Lichtes bezieht, unter deren Streit die Praioskirche auch dieser Tage wieder leidet. Derlei gab es schonmal, eine ganze Zeit zurückliegend. Wer sonst könnten die Botschafter von Ordnung und Einheit sein, wenn nicht die Diener des Götterfürsten?

Zweimal, nicht einmal werden die Legionen des Roten Mondes vor das Haus der Gelben Sonne treten.

Zweimal also gibt es einen Orkensturm, zweimal gab es einen Orkensturm. Zweimal standen die Legionen Tairachs beinahe in Gareth, nur knapp zurückgeschlagen von den Legionen des Kaisers... Thamos Nostriacus spricht von der Vergangenheit, so kann ich erkennen, was er meint. Bis auf jenen ersten Spruch, der meine Gedanken einfach nicht verlassen will...

Zweimal, nicht einmal wird der Rabe nach dem Thron des Herrn über Zwölf greifen

Ich muss einmal Goran fragen, aber ich denke dies bezieht sich unter anderem auf die Handlungen Al'Anfas, auf den Kult des Boron dort, denn dort setzt man den Raben bekannterweise ja über den Götterfürsten Praios. Ich nehme an, daß es derlei schon einmal gab oder noch einmal geben wird, ob wir von Vergangenheit oder Zukunft reden wird mir Goran sicherlich sagen können, schließlich ist es sein Kult, von dem wir hier sprechen. Aber wenn alles andere bereits in der Vergangenheit liegt, wird das wohl auch hier so sein...

Wie seltsam, daß jeder Spruch sich einmal in neuer Vergangenheit erfüllt hat. Ich frage mich immer noch, was ist mit dem ersten der Sprüche?

Der zweite Spruch der Prophezeiungen ist weniger klar... begann der erste Spruch stets damit, doppelte Ereignisse aufzuzeigen, so spricht der zweite von Bedingungen. Von 'Wenn'. Nur das 'dann' das fehlt mir noch. Vielleicht habe ich noch nicht alles gelesen.

2. Spruch Von Drachen und Kaisern Wenn sich Drachenblut und Menschenblut auf einem Berg von Gold verbindet

Ein Kampf zwischen einem Drachen und einem Menschen im Horte des Drachen vielleicht? Nicht, daß ich davon etwas gehört hätte...

Wenn sich wegen des Schicksals der Zwillingskaiser nicht erfüllen kann das Schicksal der Kaiserzwillinge

Dem Kaiserhaus zu Gareth sind Zwillinge geboren worden, mag es sein, daß der Spruch ihr Schicksal berührt? Sie sind noch jung, sehr jung... kann man wirklcih schon von ihrem Schicksal reden? Und wer sind dann die Zwillingskaiser? Mein Gedächtnis schweigt, wenn ich meine Erinnerung an Geschichte durchforste....

Wenn der alte Elfenkönig und der neue Elfenkönig mit Schiff und Roß heimgekehrt und bewiesen, daß der Elfenkönig nimmermehr war?

Die Geschichte der Elfen ist noch ei nbedauerlicher Schwachpunkt in meinem Wissen, Nandus möge mir verzeihen. Es ist, als erinnere sich ein Teil von mir an etwas mit einem Elfenkönig... ein Elfenkönig.. aber nein, das ist viel zu vage. Ich muss einmal nachlesen.

Wenn der alte Kaiser dem neuen Kaiser nachfolgt

Der erste Gedanke den ich hier hätte wäre eine Rückkehr des langvermißten Kaiser Hal, doch ich glaube es gibt kaum noch jemanden in diesen Landen, der diese Hoffnung noch hegt. Sonst bin ich auch hier ratlos

Wenn in der Neunflüssigen ein Alter Drache bar eines Karfunkels und ein Alter Karfunkel bar eines Drachen weilen.

Dies ist der einzige Spruch den ich recht zweifelsfrei zu deuten weiß, denn unser Abenteuer in die Gor, das ich schon so oft erwähnte, begann in Kunchom, der Alte Drache Teclador lebte dort als Geschichtenerzähler. Und sagt man der Dracheneiakademie nicht nach, sie würden dort den Karfunkel Pyrdacors beherbergen, irgendwo tief verborgen in den Hallen Khaled Okarims? Mag sein, daß diese Gerüchte wahr sind, wenn ich richtig deute, was ich lese...

Intermezzo an dieser Stelle: Im Park der Schlange

Aber dies ist genug Gerätsel, selbst für mcih heute. Der Park der Schlange ist ein angenehmer Ort zum Spekulieren, aber Iolaos hat mich gerade durchaus rechtmäßig daran erinnert, daß die anderen in der Herberge wahrscheinlcih schon warten. Zeit zu gehen...

Querverweis zum Weiterlesen:
Das Ende der Unschuld- Schlaglichter aus dem Vorleben Iolaos' (Führt in den Bereich "Geschichten über Iolaos")
Wie ein Choral der Vergänglichkeit - Die Herkunft Setaous (Führt in den Bereich "Geschichten über Setaou")

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