Vorspann UG Intermezzos Von Fuchs und Greif
Ein Hauch von Abschied Traumbilder Irrlichter Zeitenscheide Durchs Feuer
Nachbeben Der erste Tag des neuen Lebens Prophezeiungen

Der erste Tag des neuen Lebens

In dem die kleinen Dinge die großen überschatten und die großen sich dann selbst wieder in Erinnerung bringen

3. Efferd 23 Hal

Süsse,gesegnete Heimat! Niemals war mir der vertraute Anblick des Hafens Kuslik so lieb wie heute, niemals war ich so glücklich, die Pforten der Academia zu Kuslik zu durchschreiten. Sogar der Anblick des Praiostempels in unmittelbarer Nähe schien willkommen, man stelle sich dies einmal vor! Magistra Yolanthe Isadrion überschlug sich beinahe vor Freude, mich zu sehen - sie ist eine liebe, gute Seele, eine der wenigen, von denen ich weiss, dass sie meine Kapriolen in der Schule stets verteidigten. Es ist ein wahres Glück, dass sie sich insbesondere mit der Aufhebung von Beherrschungszaubern beschäftigt hat, und so war sie sofort bereit, Iolaos zu helfen.

Es ist immer wieder ein besonderes Vergnügen in der Akademie zu sein, auch wenn die meisten Mitglieder des Kollegiums es eher als zweifelhafte Freude ansehen, mich in ihren Reihen zu finden, ich gebe zu, ich habe einiges angestellt. Aber die Hallen tragen immer noch dieselbe Aura von Wissen, unendlcihem Wissen, das es nur zu erwerben gilt, von Antworten und tiefen Kenntnissen, die zu erlangen schon immer mein Ziel gewesen ist.

Nun, Magistra Isadrion versuchte also, Iolaos zu helfen, und sie war so freundlich, mir vor und nach dem Zauber einige kleine Hinweise auf das zu geben, was ich übersehen hatte und ihr bei der endgültigen Brechung der Applicatio half (hier folgt eine kleine magietheoretische Notiz über brechende Strukturen und stabilisierende Runen) doch leider zeigte das Verschwinden des Zaubers nicht die erhoffte Wirkung. Es scheint als habe Iolaos Verstand mehr oder minder auf eigene Faust beschlossen,jenes Wissen weiter begraben zu lassen. Magistra Isadrion machte uns - oder doch zumindest mir - die Hoffnung, dass es mit der Zeit wiederkommen möge, nun, da der Zauber endgültig gebrochen scheint.

Iolaos nahm es gleichgültig auf und ich erinnere mich seiner Worte, als wir die Akademie betraten.

Er erwartete nichts. Ich hätte ihn gerne vom Gegenteil überzeugt, doch es scheint als müsse mein Optimismus für den Moment seinem Fatalismus weichen.

Nun gut.

Er wird morgen nach Punin aufbrechen, Goran folgend, der die Gelegenheit genutzt hat, gleich im Hafen mit einer Reisegruppe loszuziehen. Ich kann seine Sehnsucht verstehen.

Ich verabredete mich mit Iolaos in einem der Gasthöfe und ging meine Loge besuchen, pilgerte mit ihnen zunächst zu dem offenen Schrein im Hesindetempel, dann zu unserem eigenen, in den Kammern, die uns gewöhnlich zur Disputatio dienen.

Was kann ich sagen wie kann ich das unglaubliche Gefühl des Heimkehrens erklären, das ich verspürte, als ich wieder Seinen geheiligten Boden spürte, als ich fühlte, wie Sein Blick udn Seine Klarheit meine Sorgen und Nöte und all meine Zweifel wie in einem einzigen, klaren, kalten Regenschauer hinfortwischten, damit ich plötzlich wieder nur zu deutlich wusste, was mein Weg war und welche Geheimnisse es zu ergründen gab? Unzureichend sind meine Worte, Seine Nähe zu beschreiben und so werde ich es auch nicht versuchen, werde es dabei belassen, dass nichts mir hätte mehr helfen können.

Es gibt Stunden, in denen ich Goran beneide. Beinahe in jedem Ort gibt es einen Schrein, der seinem Herrn geweiht ist, und der Tempel sind auch viele, während ich nur zu oft auf die Mittler Fuchs und Schlange angewiesen bin, um die Nähe Nandus zu erfahren

Aber was soll ich hadern, mein Pfad liegt klar vor mir und Dankbarkeit erfüllt mich, dass der Meister der Meister mich seinen Pfad wandeln lässt.

Morgen werde ich mit den Nachforschungen beginnen, und vielleicht in einer Woche zu einem kurzen Besuch nach Montana aufbrechen.

Ich habe beunruhigende Gerüchte über Aufstände von Bauern im Süden des Lieblichen Feldes gehört und bin in Sorge. Vielleicht weiss mein Bruder ein wenig mehr über das, was geschieht

(die nächsten Seiten sind angefüllt mit Notizen über die verschiedenen Themen, die sie nachzuschlagen gedachte. Einige allgemeinere und speziellere Bemerkungen über Satinav folgen einigen kurzen Bemerkungen über die Götzen der Echsen. Ueber Liscom von Fasar findet sich sein gesamter Lebenslauf in Stichpunkten, über Borbarad sind die Informationen spärlich, und oft mit der Randbemerkung SPEKULATION versehen - in einer Randbemerkung erklärt Esybilla enttäuscht, dass es ihr nicht gelungen ist, an das Buch der Schlange des Geweihten aus dem Krieg der Magier zu gelangen und stellt Ueberlegungen an, wie es eventuell zu beschaffen sei oder wo sich Abschriften finden möchten. Ueber das Zeichen findet sie ebenfalls nichts, wie sie fast im Zorne anmerkt, da die Informationen über Zeichen und Vorahnungen durchaus umfangreich sind und einen Grossteil ihrer Zeit einnahmen. Nach Wochenfrist entschliesst sie sich, das Bücherstudium aufzugeben und nach Montana zu reisen.)

12. Efferd 23 Hal

Andro war süss, freundlich, sich vor Gastfreundschaft überschlagend, aber ich sehe das Entsetzen in seinen Augen, und nicht nur in den seinen. Ich muss mich wirklich fürchterlich verändert haben. Ich habe ihm berichtet was geschehen ist, und zwar alles, immerhin ist er immer noch mein älterer Bruder. Ausserdem fürchte ich, dass er sonst ohne Ziel oder Grund in die Welt aufbricht, um den, der seine Schwester in ihren gegenwärtigen Zustand versetzt hat, einem schnellen und recht endgültigen Schicksal zuzuführen. Allein das zeigt, wie erschüttert er ist, noch mehr aber, dass er nicht, wie das letzte Mal, versucht, mich zu endgültiger Genesung ins Bett zu stecken. Er scheint endlich anzuerkennen, dass ich auch erwachsen geworden bin, und das allein zeigt, wie anders ich nun auf ihn wirken muss

Ich werde mich zum Abendessen mit ihm treffen, und hoffentlich werden wir von leichteren Themen sprechen. Ich verzehre mich geradezu nach ein wenig oberflächlichem Klatsch und Tratsch

(eine friedliche Woche bleibt Esybilla auf Montana, bevor sie schweren Herzens wieder aufbricht um sich mit den Gefährten in Punin zu treffen.)

19. Efferd 23 Hal

Punin
Metropole im Süden des Reiches...

Ich bin hier immer gerne gewesen, die Stadt verbreitet die Aura der Gelehrsamkeit ebenso wie die der Betriebsamkeit. Der Tempel der Hesinde kann mit dem Kusliks durchaus mithalten und der Park der Schlange ist einer der wunderbarsten Orte um seinen Gedanken nachzuhängen. Die Akademie der Hohen Magie ist ein Ort, an dem ich mich mehr als nur wohlfühlen kann, ich freue mich auf Stunden in der Bibliothek.

Hier werde ich vielleicht auch noch einiges über die mysteriöse Magierin herausfinden, die Iolaos all das angetan hat

Ich befinde mich in einem Gasthaus in unmittelbarer Nähe der Hallen des Boron, nachdem ich zunächst Iolaos und Goran auf dem Tempelgelände traf. Mein schweigsamer Gefährte schien ebenfalls weit aufgeräumter als noch vor zwei Wochen, ich nehme an dass wir uns glücklich schätzen können, einen heimatlichen Tempel zu haben, in dem beinahe alle Wunden zu heilen scheinen.

Goran war bereits in der Bibliothek um Magister Salandrion Finkenfarn zu berichten, was in Dragenfeld geschehen ist. Ich denke ich werde ihn morgen dreisterweise einmal aufsuchen, vielleicht wird er mir meine Fragen beantworten.

Ich denke ich werde den Abend vor dem Schrein im Tempel der Hesinde verbringen.

Möge Nandus mir morgen Erleuchtung bescheiden, cih habe so viele Fragen.

20. Efferd 23 Hal

Der Tag in der Akademie war nicht so erfolgreich wie ich hoffte, aber ich will mich nicht beklagen. Magister Finkenfarn war in der Lage mir einige Antworten zu geben.

Die tödlichen Träume, unter deren Einfluss wir wohl in Weiden litten, führt er auf den Einfluss des Limbus zurück. Ich frage mich, warum ich nicht früher auf die Idee gekommen bin, denn die Theorie, dass der Limbus die Quelle der nächtlichen Bilder sei, habe ich zumindest schon einmal gehört. Nun ja, ich sehe einmal wieder, dass ich noch viel zu lernen habe.

Ich finde es schwer, einzuschätzen, wie ernst man hier in Punin die Bedrohung durch den möglicherweise wiedergekehrten Borbarad nimmt. Man schien mich zu beruhigen, das ganze abzuwiegeln, aber was Punin sagt und was Punin denkt sind gewiss recht häufig zwei verschiedene Dinge.

Auch einige Lücken in der Biographie des Liscom von Fasar konnte man dort auffüllen, insbesondere scheint man auch hier von seinem Tode sehr fest überzeugt zu sein, nun gut, ich weiss es besser.

Was das Zeichen angeht, so riet man mir, seine Exzellenz Arcomagus Rohezal zu konsultieren und ich frage mich, warum ich auf diese zugegebenermassen ausgezeichnete Idee noch ncith selbst gekommen bin. Wenn ich jemanden suche, der gegen den Dämonenmeister stets kämpfte, so bin ich bei ihm wohl an der richtigen Adresse. Sein Turm im Amboß ist sicherlich recht gut verborgen, aber ich denke, wir werden ihn schon irgendwie zu finden wissen, schliesslich ist sein Aufenthaltsort recht gut dokumentiert, und ich kann mir nicht helfen, ich denke bei der Kunde, die wir bringen, wird er uns auch einlassen und zumindest einmal Gehör schenken. Ich habe Iolaos versprochen, noch in der Bibliothek einige Recherchen bezüglich jener Beherrschungsmagierin durchzführen, die ihm in Andergast so übel mitspielte. Der Kanon an Sprüchen lässt auf eine Akademie der Merkmale Herrschaft und Einfluss schliessen, die häufige Verwendung des Zaubers Höllenpein, der ja wohl bisweilen dem Kanon der Borbaradianer zugeschrieben wird, lässt mich sie eher in der Bruderschaft der Wissenden vermuten, die gegen derartige Spirenzien eher weniger vorgeht. Vielleicht werden wir in den Akademieregistern ja etwas finden. Ausserdem denke ich, dass ich in Punin vielleicht noch weitere Fragen beantworten kann, die zu ergründen mir bisher noch nicth gelungen ist.

Ausserdem möchte ich eigentlich nicht ohne die geringste Information über den Aufenthaltsort Rohezals in den Amboß aufbrechen, doch ich denke, das sollte die geringste Schwierigkeit sein.

21. Efferd 23 Hal

Welch wunderbare Überraschung als Iolaos und ich von der Akademie zurückkehrten und Setaou und Lieto am Tisch gemeinsam mit Goran sitzen sahen. Ich gebe zu, dass sie mir gefehlt haben. Das, was in Dragenfeld geschah, scheint etwas zwischen uns mit Eisenbanden zusammengeschmiedet zu haben und ich merke erst jetzt, dass ich iher Rückkehr in gewisser Weise entgegengefiebert habe.

Setaous Anblick bringt Erinnerungen an Dragenfeld zurück und zeigt mir nur zu deutlich, dass wir vor dem, was dort geschah, nicht wirklich fliehen können.

Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, zu wissen dass sie wenigstens wieder hier sind.

Es scheint, als haben sie hoch im Norden noch einmal nach Rat gesucht, wo, das wollte Setaou nicht sagen, gut, soll er seine Geheimnisse hüten. Ich habe mich daran gewöhnt. Alles was er erzählte war, daß man dort wohl seine Befürchtungen teilte. So gut es tut, zu wissen, daß ich nicht den Verstand verliere in dem Nachhall dessen, was in Dragenfeld geschehen ist, sondern die Realität einer unbestimmten Bedrohung von anderen geteilt wird, so beängstigend ist es doch im selben Augenblick. Heißt es doch, daß wir vielleicht am Abgrund stehen. Gerade vor diesem Hintergrund bin ich froh, daß Iolaos sich hat überreden lassen, doch noch ein neues Schwert zu kaufen. Es scheint Monate her zu sein, daß ich auf ihn wie auf ein krankes Tier einrede, aber er hat mir versprochen, morgen ,wenn ich noch einmal in die Akademie gehe, um letzte Nachforschungen zu betreiben, damit wir sicher zu dem Turm Rohezals finden, eines kaufen zu gehen. Nicht nur, daß es sicherlich nicht dumm ist, wehrhaft in den Amboß zu gehen

... es mag sein, daß wir alle noch Kampf und Unbill vor uns finden.

Abgesehen von dem erfreulichen Eintreffen Setaous und Lietos war der Tag mehr oder minder ein Fehlschlag. Wir haben uns die Akademieregister besorgt und die in Frage kommenden Akademien, an denen besagte Frau unterrichtet oder geprüft hätte werden können zusammengeschrieben.

Fasar erscheint mir, mit Hinblick auf die südliche Ausrichtung der Geschehnisse, als ein recht guter Tip auf den Ort, an dem sie unterrichtet wurde.

Neersand wäre von der Philosophie her ebenfalls möglich

In Lowangen gibt es die Halle der Macht, doch ist dies sehr nördlich, während die Ereignisse sich meist eher gen Süden richteten. Trotzdem sollten wir diese Academia vielleicht nicht ganz aussen vor lassen.

Elenvina beherrbergt ebenfalls eine Beherrschungsakademie, auch dort knnte sie zu finden sein.

Wir haben uns die Abgängerregister angesehen, doch bisher ist kein name aufgetaucht, der einem der Decknamen der Magierin ähnlich gewesen wäre...

Vielleicht sollte ich mich einmal näher mit den einzelnen Akademien beschäftigen, zu gegebener Zeit, und ihren Sprüchekanon genauer betrachten.

Alles in allem vermute ich zwar, daß wir die Frau in der Bruderschaft der Wissenden zu suchen ahben, aber dort nachzufragen hätte wahrscheinlich ebensoviel Sinn, wie die nächste Wand darüber zu befragen. Vielleicht auch ein bisschen weniger, denn ein zorniger magier kann recht unangenehm werden, wenn er einen aus dem Audienzzimmer wirft. Ich sollte es wohl einmal im Hinterkopf behalten.

Was ich noch überhaupt nicht erwähnt habe - es erscheint so unwichtig, trotz all seiner Bedeutung - ist, daß der Bote Aventuiens über das berichtete, was in Dragenfeld vor sich gegangen war. Auch unsere namen fielen dort. Sollte diese Magierin tatsächlich noch leben, und sollte sie noch Interesse an Iolaos haben, so mögen unsere Fragen eher beantwortet werden als wir alle es versuchen. Aber wenn sie wiederkehrt, bei Nandus, dann wird sie feststellen, was es heißt, einer Contramagia gegenüberzustehen, die den gesamten Zorn des Arkanen Institutes, der Ausbildung wider die derart schändliche Ausübung von Magie, auf ihren Kopf herniederbeschwört!

Ich wundere mich über meinen eigenen Zorn. Wahrscheinlich ist es der blosse Gedanken an das, wozu zu tun sie imstande ist, gemeinsam mit all dem, was ich mit Iolaos gemeinsam bereits erlebte, die mich wünsche lässt, jene Frau ihre eigenen Medizin schlucken zu lassen.

Doch das ist Zukunftsmusik. Übermorgen werden wir in den Amboß aufbrechen, um den Rat des wohl weisesten Magiers unserer Tage zu suchen...

Wir brechen auf um Rohezal zu treffen.

22. Efferd 23 Hal

Buch meiner Worte, treuer, treuester Begleiter und Gefährte meiner Schritte durch dieses Labyrinth, du siehst mich erschüttert...du siehst mich verwirrt, verwirrt von Gedanken, die zu haben ich eigentlich nicht wage...

Ich habe den Tag noch einmal in der Akademie zu Punin verbracht, zunächst auf der Suche nach Informationen über unseren Weg in den Amboß. Diese Aufgabe war schnell getan, einige Berichte waren schnell in Auszügen kopiert und ich bin guten Mutes, daß sich uns keine Schwierigkeiten entgegenstellen werden. Solcherart schnell meienr Tätigkeit beraubt wandte ich mich anderen Gebieten der Forschung zu, Gebieten, die mich schon seit Wochen beschäftigten. In dieser Akademie, der größten Bibliothek in einem magischen Gebäude, musste doch, so hoffte ich, etwas über die dubiose Gestalt des Tharsonius von Bethana, jenen Mann, der später den Namen Borbarad annahm, zu finden sein.

Ich hatte recht. Es war nicht ganz einfach, die Bibliothekarin, für gewöhnlich strengster Wächter über jene Gefilde aus Pergament und Leder, dazu zu überreden mir Anleitung auf meiner Suche zu geben, doch schliesslich wurden wir fündig.

Vor einigen Jahren hielt ein Magister mit Namen Karjunon Silberbraue, seines Zeichens Lehrer an der Schule der Vier Türme zu Mirham, einer Academia der Bruderschaft der Wissenden, wie ich wohl schnell herausfinden konnte, ein Traktat betreffend Tharsonius von bethana. Es ist eine Schrift, die wohlrecherchiert und kompetent scheint, durchaus angemessen einem Collega der so oft allzu nüchtern und ehrgeizig scheinenden Bruderschaft. Gewiß muß man hier stets bedenken, daß in ihren Reihen oft das Muster des Hinterfragens fehlt, allzu unkritisch geht man hier oft vor, schlägt Vorsicht und Sorgfalt bisweilen zugunsten der reinen Wissenschaft in den Wind. Unter dieser Prämisse begann ich also, das Traktat zu lesen, das sich mit dem Leben und Lebenswerk des Tharsonius von Bethana befasst. Viel neues für mich enthielt allein schon das Traktat über sein Leben, seine physische Ähnlichkeit zu Rohal, die Hypothese, daß die beiden Vater und Sohn seien - welch gräßlcihe Vorstellung!

Dann jedoch ging Magister Silberbraue in aller Länge und Breite auf die historischen Thesen Borbarads ein, jene Thesen, die auch schließlich zur Entwicklung seiner Zauberkunst führten, jene Thesen, die heute zu diesen gräßlichen Auswirkungen führten, die Dragenfeld verwüsteten, die so viel Leid überall heraufbeschworen, daß es bis zu den Festen Alverans hinaufschreien muß.

Doch lese ich dieses Traktat, lese ich, was Silberbraue schreibt, versuche ich, zu ergründen, was für Schritte Borbarad auf seinem Weg beschritt, so beginne ich zu schaudern...

Meister Nandus, Meister der Meister... warum klingen die Worte des Frevlers so sehr wie die deinen?

(hierunter findet sich eingelegt in das Buch das Traktatus betreffend Tharsonius von Bethana, seine philosophischen Lehren und Thesen, von Magister Karjunon Silberbraue, Schule der Vier Türme zu Mirham, gegeben zu Mirham im 1004. Jahre nach dem Falle Bosparans)

(die Reise in den Amboß verläuft recht ereignislos, und so sind auch Esybillas Tagebucheinträge recht kurz, ergehen sich in Beschreibungen der Natur und ihrer Gefährten, bis sie schliesslich den Berggipfel erreichen, auf dem sich den Aufzeichnungen nach Rohezals Turm verborgen finden soll. Über ihre Sorgen inbezug auf Borbarads Thesen und ihre Ähnlichkeit zu einigen Worten Nandus' geht Esybilla kein weiteres mal ein, ergeht sich stattdessen nur in Belanglosigkeiten.)

Querverweis zum Weiterlesen:
Das Ende der Unschuld- Schlaglichter aus dem Vorleben Iolaos' (Führt in den Bereich "Geschichten über Iolaos")
Wie ein Choral der Vergänglichkeit - Die Herkunft Setaous (Führt in den Bereich "Geschichten über Setaou")

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