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Nachbeben Der erste Tag des neuen Lebens Prophezeiungen

Nachbeben

In dem Altes wie Neues Schatten wirft

3. Praios 23 Hal

Setaou ist zurück.

Er besuchte uns in dem Gasthof, in dem wir mittlerweile Quartier genommen haben und schien - bis auf die Tatsache, dass er irgendwie umgänglicher als zuvor wirkte - ganz der Alte. Nun ja fast. Wir bestürmten ihn mit Fragen - oder ich sollte besser gerecht sein und von mir selbst reden, also - ich bestürmte ihn mit Fragen, und das obwohl ich noch der Meinung war, mich zurückzuhalten. Erst langsam begann er zu erzählen.

Was auch immer er in der Zeit gesehen hat, die er noch wie schlafend im Tempel der Tsa lag, wollte er nur in Grundzügen erzählen, doch was immer er dort bemerkte, liess ihn den Schluss ziehen,dass unsere Mission ein Fehlschlag war.

Setaous Ansicht nach befindet sich Borbarad auf dieser Welt. In dieser Zeit. Wo auch immer.

Ich bin mittlerweile mit mir übereingekommen, dass das Ritual, das Liscom von Fasar durchführte, in irgend einer Form einen Frevel an Satinav darstellen sollte, wobei ich mir der Implikationen in voller Weite noch nicht ganz im klaren bin und wohl versuchen sollte, einmal bei der Academia Puniensis nähereszu erfahren. Wo, wenn nicht dort, werden wir Antworten finden.

Man könnte die Ansichten des Druiden als puren Humbug eines überreizten Geistes darstellen, wenn da nicht zwei Faktoren wären. Zum einen halte ich Setaou schlicht nicht für jemanden, der sich von seiner Vorstellungskraft dominieren lässt, was auch immer die Umstände sein mögen. Sicherlich wählte er einen anderen Weg als ich und der Weg des Druiden kann kaum als rational bezeichnet werden, doch halte ich ihn für niemanden, der vorschnelle Schlüsse zieht. Eher im Gegenteil. Und das zweite, noch wesentlich stärkere Argument ist das, was aus dem Auge wurde, das auf unserem Weg hier hin immer mehr an Sehkraft verlor. Er trug eine Augenklappe, als er sich zu uns gesellte, doch als er jene hob, erblickten wir zu unserem masslosen Erstaunen und Entsetzen, dass anstatt eines Auges dort nun ein Rubin ist, wie auch immer dies geschehen sein mag

Setaou behauptet, sehen zu können wie zuvor, und ein Odem Arcanum, verbunden mit einem Analys erbrachte nicht viel über das, was dort ins einem Auge ist. Es ist magisch, und alt, was auch immer mir das sagte, doch mehr vermochte ich nicht in Erfahrung zu bringen, verflucht seien meine noch so unzureichenden Fähigkeiten.

Es bleibt einzig was wir sehen können: Setaou ist gezeichnet.

Er überbrachte uns die Botschaft des Zirkels, dass es wohl an uns sei, vor der kommenden Bedrohung zu warnen, die sich auf die Welt herniedersenkt. Offensichlich sind die Druiden, mit oder ohne Setaou, zu dem Schluss gekommen, dass die Welt in grosser Gefahr ist.

Nun gut. Keine Panik unter der Bevölkerung verbreiten, aber warnen.

Das deckt sich ganz gut mit dem, was ich vorhatte.

Ich frage mich, ob ich glaube, was Setaou erzählt und finde mich zerrissen. Ich habe Angst, dass es wahr sein könnte.. doch das klingt so ungeheürlich.

Wir besprachen, was wir des weiteren tun wollten. Sowohl Goran als auch Iolaos als auch Lieto und ich verspüren ein nicht unerhebliches Sehnen nach heimatlichen Gefilden, so dass wir beschlossen, uns hier fürs erste zu trennen und erst im Winter in Punin im Tempel des Boron wiederzutreffen.

Lieto und Setaou wollen in den Norden ziehen, während ich mit Iolaos und Goran nach Andergast reisen werde. Von dort werden wir ein Schiff ins Lieblihce Feld nehmen. Ich habe bereits einen Warunker Reiter mit meinem Bericht meiner Erlebnisse zu meiner Loge nach Kuslik gesandt, doch sehne ich mich nach Rat und Führung meiner Glaubensgenossen mehr als ich zugeben möchte. Goran will von dort aus weiter nach Punin, Iolaos wird ihn wohl begleiten. Ich werde noch kurz bei meinem Bruder vorbeigehen - in dem kindlichen Glauben wohl, dass es keinen Schmerz gebe, den Montana nicht heilen könne - bevor wir uns dann wohl alle in Punin wiedertreffen.

Es wird gut sein, wieder unterwegs zu sein.

Es gibt dem Leben den Hauch von Normalität.

Die nächsten Seiten sind angefüllt mit Berichten der recht erlebnislosen Reise, Beschreibungen der Städte, die sie passieren. Offensichtlich reist die Kunde über das, was in Dragenfeld geschehen ist, ihnen voraus, doch der Theorie, dass Borbarad zurückgekehrt sei, schenkt man in keiner der Akademien oder Tempel, in denen Goran, Iolaos und Esybilla ihre Geschichte erzählen, allzu viel Glauben, auch wenn man sie sich meist ruhig anhört.

15. Rondra 23 Hal

Andergast

Was für ein hinterwäldlerisches Stück Land. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, man fühlt sich sicherlich hundert Jahre zurückversetzt. Das Liebliche Feld scheint hier ebenso fern wie die traumatischen Ereignisse Dragenfelds. Es gibt hier zwar eine Akademie,das Kampfseminar zu Andergast, aber ich erinnere mich an den Ruf, den das Seminar in Kuslik besass. Die Nachrede, es handle sich um eine hinterwäldlerishce, wenig akademische Schule, scheint der ersten Betrachtung der Akademie standzuhalten. Ihre Bibliothek ist - nun, sagen wir, nicht das was ich gewohnt bin, dennoch war die Unterhaltung mit der jungen Magistra, die sich meinen Fragen stellte, erstaunlcih erfrischend. Auch hier erzählte ich, nach einigem Widerstreben, dieselbe Geschichte aus Dragenfeld, doch die Reaktion war dieselbe wie zuvor. Ausserdem erachtet man hier offensichtlich andere Dinge für wichtig. Nun gut, ich kann es ihnen nicht verdenken. Zwei Tage in dieser Umgebung hier lassen schon MIR Dragenfeld fern erscheinen.

Iolaos und Goran haben sich auf den Weg ins Hinterland gemacht, um Gorans Familie zu besuchen, die hier wohl irgendwo wohnt. Ich wollte mich nicht aufdrängen, ausserdem bin acuh ich froh um ein paar Tage für mich selbst. Die Bibliothek des Hesindetempels ist, wie mir die junge Magistra erklärte, in Belangen der allgemeinen und der arcanen Wissenschaft ein wenig besser sortiert als die des Kampfseminars,das sich wohl hauptsächlich der Ausbildung von Kriegern für den sinnlosen Krieg gegen Nostria widmet

Gut dass es in dieser Stadt wohl niemanden gibt, der diese Schrift hier entschlüsseln wird, oder sihc auch nur die Mühe machen würde

Mein letzter Satz wäre für mich wohl mehr als nur ungesund

23. Rondra 23 Hal

Iolaos und Goran sind zurück. Sie machten sich kaum die Mühe, mich zu grüssen, stattdessen stiefelte Iolaos recht zielstrebig auf das Kampfseminar zu. Ob man ihn dort einliess, weil er so insistierte, oder weil ich im Hintergrund, wortlos mein Siegel hebend, ebenfalls Einlass begehrte, ist eigentlich unerheblich. Man liess ihn zu einem der Magistrae vor (es war nicht dieselbe nette junge Frau, mit der ich vor Wochenfrist sprach) und er begann, Fragen zu stellen. Erst nach und nach gelang es mir, daraus herauszufiltern, was geschehen ist.

Offensichtlich starben Iolaos Frau und Kind bei einem Brand ihres Hauses, das über ihnen zusammenstürzte.

Man vermutete, dass auch er dabei wohl umgekommen sei, so kam es, dass mein teurer Freund wohl an seinem eigenen Grabe stand. Es scheint, als seien die überreste des Kindes nicht gefunden worden, so fehlt bis heute jedes Grab und jede Ruhestätte (wenn ich das richtig verstanden habe - Iolaos ist da recht vage und ich möchte ihn nicht quälen).

Vor einiger Zeit, genaürgesagt am zweiten des Monats Rahja haben sich wohl einige der begrabenen Seelen erhoben, um frei als Geister herumzuwandern, jeder auf seinem Wege und seiner Weise. Es scheint, als sei der Geist der Frau Iolaos durch die Strassen gewandelt, auf der Suche nach ihrem Kind.

Verständlciherweise fand Iolaos sich erschüttert und wollte Gründe dafür wissen. Denn wie wir mittlerweile erfuhren, ist es der zweite Rahja, an dem das unselige Ritual in Dragenfeld stattfand

Hier kam mir zugute, womit ich mich die letzten Tage beschäftigt hatte. Mehr durch Zufall bin ich in der Bibliothek der Schlange auf einige Bücher gestossen, auf die Art, auf die man an abgelegenen Orten bisweilen Juwelen findet - das sehr anschaulich die Wirkung und Lage von Kraftlinien beschreibt, jenem merkwürdigen magischen Phänomen, das mir in der Academia Puniensis schon mehr als einmal über den Weg gelaufen ist. Es scheint, als befinde sich in Dragenfeld ein Knoten solcher Kraftlinien - was erklärt warum Liscom von Fasar jenen Ort als Beschwörungsplatz wählte - und scheinbar verläuft eine der sich dort kreuzenden Kraftlinien auch durch diese Gegend hier - was die merkwürdigen Aufstände eventüll erklären würde. Aber ich erfuhr noch etwas anderes, sehr interessantes über Iolaos, das mich auch ein wenig besser verstehen lässt, warum er meinem Stande - oder ich sollte besser präzisieren - dem Stande der Magier (auch wenn er mich glücklicherweise davon auszunehmen scheint) so viel Misstrauen entgegenbringt. Es scheint, als habe sich hier vor einiger Zeit eine Magierin aufgehalten, die die Gegend mit einer Bande Männer terrorisierte. Nur schwer war aus Iolaos herauszubekommen, dass sie diese Männer nicht freiwillig an ihrer Seite waren sondern in einer Mischung aus Qual und Beherrschungszaubern gefügig gemacht wurden, ihr zu willen zu sein. Welch schreckliche Dinge

Es scheint, als habe jene Zauberin Iolaos schliesslich nach AlAnfa in die Sklaverei verkauft und mit einem Zauber seine Erinnerungen an alles verschleiert, was mit ihr zusammenhängt. Er weiss wohl einen Namen, den sie zu führen pflegte(In Klammern fügt Esybilla hier den Namen hinzu), doch mehr schien er nicht über sie zu wissen, was es schwer macht, sie zu finden.

Vielleicht mit einem vernünftigen Akademieregister

Nandus, es wird Zeit dass wir wieder in zivilisierte Gebiete mit vernünftigen Bibliotheken kommen!

Wie auch immer, wenn ich noch einen Beweis gebraucht hätte, dass mein Begleiter wenigstens mir mittlerweile ein wenig Vertrauen entgegenbringt, so hätte ich ihn erhalten, als ich mich erbot, zu versuchen, etwas gegen jenen Erinnerungszauber zu tun. Wozu bin ich Contramagistra, wozu lehrte man mich Zauber zu brechen, wenn nicht um solch unglaublichem Treiben ein Ende zu setzen!

Wie auch immer, Iolaos erlaubte mir die Verwendung eines Odem und eines Analys, und tatsächlich fand ich zerfaserte Reste einer Struktur, eindeutig eine Beherrschungsmatrix, doch die anderen Anteile davon konnte ich nicht so recht herausfinden. Es schien, als sei der Zauber bereits dabei, sich zurückzuziehen, zu zerbrechen und gleiches erklärte ich auch Iolaos. Tatsächlich bot ich ihm an, wir könnten einmal in den Hallen zu Kuslik nachhaken, vielleicht weiss man dort ja wie man einem solchen Zauber begegnen kann. Ich jedenfalls wüsste sehr gerne was in einem solchen Fall zu tun ist.

Und ich wünschte wirklcih, ich könnte ihm helfen

Morgen werden wir Andergast in Richtung der Küste verlassen. Ich hoffe, dass wir ein Schiff nach Kuslik finden werden.

Ah, die Gefilde der Heimat

Ich gestehe, dass ich mich danach sehne

->Intermezzo an dieser Stelle:Schatten der Vergangenheit

(die folgenden Seiten beschreiben die recht ereignislose Reise nach Kuslik, die zu See und ohne Gefahren erfolgt. Esybilla stellt eine Liste der Dinge auf, die sie in den Akademien nachschlagen und nachfragen will und wo sie die Informationen am besten finden mag)

Satinav und sein Wirken in dieser Welt und den Sphären (möglicherweise Hallen der Weisheit, sonst Punin)
Die alten Echsengötter, insbesondere Zssah und SsadNav (Punin)
Tharsonius von Bethana, genannt Borbarad (Hallen der Weisheit (vorsichtig!) und Punin - Loge?)
Liscom von Fasar (Akademie zu Kuslik, Akademie zu Punin, eventuell Befragung einzelner Magistrae über seinen Werdegang)
Der Krieg der Magier (meines Wissens nach existiert das Buch der Schlange eines Hesindegeweihten der die Hauptschlacht überlebte und erst auf dem Weg nach draussen durch dämonische Mächte niedergemacht wurde -> an der Pforte der Toten. Das Buch müsste in den Hallen der Weisheit zu Kuslik sein (Möglichkeiten des Zugangs?), ansonsten Loge!)
Informationen über Zeichen und Gezeichnete - was ist es das Setaou hat??? (alle Quellen)

Querverweis zum Weiterlesen:
Das Ende der Unschuld- Schlaglichter aus dem Vorleben Iolaos' (Führt in den Bereich "Geschichten über Iolaos")
Wie ein Choral der Vergänglichkeit - Die Herkunft Setaous (Führt in den Bereich "Geschichten über Setaou")

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