Liasanna Mondenpfad

Tochter einer auelfischen Zauberweberin und eines albernischen Händlers stand Liasanna Esleban, die sich später Liasanna Mondenpfad zu nennen begann, von Anfang an zwischen zwei verschiedenen Welten. Als ihr Vater von der Existenz seiner bei einer Elfensippe lebenden Tochter erfuhr, ließ er sie entführen, um sie nach menschlicher Art zu erziehen. Liasanna nahm das nicht gut auf - der Grund für die lebenslangen Verstimmungen zwischen Vater und Tochter.
Um Herr über das schwer handhabbare magische Talent seiner Tochter zu gewinnen, gab Liasannas Vater sie schließlich in die Armee des albernischen Königs, in der Hoffnung, der tägliche Umgang mit Eisen würde ihr die astrale Kraft auf immer verwehren.
Zu Liasannas Glück geriet sie jedoch nicht in eine Infanterieeinheit, sondern landete stattdessen bei den berittenen Schützen, einer Einheit, in der sie sich, dank des engen Umgangs mit Tieren und des hohen athletischen Anteils der Ausbildung, sogar einigermaßen wohlfühlte.
Ein Sommerurlaub bei einem Freund aus Havena, dem Krieger Thisdan von Falkenwind, ließ sie kopfüber in die Ereignisse um die verschollene Elfenstadt Simyala stolpern. Liasanna wandelte auf den Spuren alter Hochelfen, gelangte bis zur Träumenden Madaya in die Salamandersteine und begriff auf diesen Pfaden, daß ihre Rolle es nun einmal war, zwischen den Welten zu stehen. Ein guter Teil ihrer Bitterkeit blieb in den Salamandersteinen, und zurück in der Welt der Menschen nahm Liasanna ihren Abschied aus der Armee. Sie blieb in Falkenwind verhaftet, reiste viel, und als die borbaradianische Invasion begann, hob sie mit Thisdan gemeinsam eine gut ausgebildete Landwehr in Falkenwind aus.
Sie schlugen sich tapfer in der Dämonenschlacht, in der Thisdan nur knapp überlebte und Liasanna bei einer Gelegenheit gegen den Höhepunkt der Schlacht hin durch einen beherzten Eingriff das Leben der Reichsbehüterin rettete.
Emer erkannte das Talent der Reiterin und bat sie, innerhalb der Panthergarde, der Leibgarde der Kaiserfamilie, eine kleine Eingreiftruppe aufzubauen. Liasanna nahm gerne an und scharte vier herausragende Reiter und Kämpfer um sich, mit denen gemeinsam sie manches Wagnis zu bestehen wußte.
Die hohe Kunst, Kommandantin zu sein beschreibt ihre ersten Gehversuche auf unvertrautem Terrain.
Vorsichtig näherte sie sich an ihre Stellvertreter, Gervinio von Streizig an, mit dem sie bald mehr verband, als beide zugeben wollte. Doch inmitten der Zeitenwende ist nichts so sicher wie die Gefahr. Das
Lamento
ist das traurige Lied ihrer beider Geschichte.

Querverweis zum Weiterlesen:
ausführliche Charakterbeschreibung Liasannas' (Führt in den Bereich "Gruppenbeschreibung der Wegbegleiter")

Inmitten des Feuers
Auf einer wahnsinnigen und verzweifelten Reise nach dem Grund für das Verschwinden der Greifen an der Grenze zu den Schwarzen Landen, sind Liasanna und ihre Gefährten zu spät gekommen. Der Schutz der Praiosalveranier ist gefallen, und somit gibt es nichts mehr, was den Untoten Heerwurm Warunks aufhalten kann. Doch während das Soldlose Banner, geschützt von einer dämonischen Wolke, unablässig in die zwölfgöttlichen Lande zieht, formiert sich im Mittelreich der Widerstand. In Wehrheim sammelt sich das Heer, die Elite des Mittelreiches, unter der Führung von Königin Rohaja, und macht sich bereit für die Schlacht. Liasanna, dort mit Mühe und Not am Endlosen Heerwurm vorbeieilend, angekommen, wird mit ihrem Freunden von Nemrod in verdeckter Mission nach Burg Auraleth, der Hauptburg der Bannstrahler, gesendet. Dort soll sich ein Paraphernalium für die Austreibung des Dämons unter Verschluss befinden. Sie sind erfolgreich und kehren zurück nach Wehrheim, wo die letzten Stunden vor der Schlacht beginnen. Liasanna sucht Ruhe, die zu finden schwer sein wird, und Gervinio von Streizig sorgt sich um seine Kommandantin.
Die Angst des Soldaten vor der Schlacht
schildert das Gespräch der beiden, das, passenderweise, in der Box von Liasannas Pferd stattfindet.
Die Schlacht beginnt, doch die Wolke, der Dämon Rahastes, schützt nicht nur die Untoten, er verbirgt auch Rhazzazor, und eine Höllenmaschinerie Galottas, eine Schwebende Stadt, imstande, den Weltenbrand über Gareth zu entfachen. Liasanna, bis zum Ende an der Seite der Königin von Gareth, sieht mit an, wie Wehrheim zerstört wird, wird dann doch von Rohaja getrennt und rettet sich im letzten Augenblick in den Fluß Dergel, wo sie das Inferno überlebt.
Die Schande Galottas
ist über das Schlachtfeld gezogen, doch Liasanna, so sehr sie sich anderes wünschen mag, ist noch da.
Der Phexgeweihte Yann, als Gefangener hinaufgebracht auf die Fliegende Feste, berichtet Liasanna, was er dort sah und hörte - daß Galotta die endgültige Vernichtung Gareths plant. Liasanna eilt nach Gareth, um die Schreckensnachricht der Reichsbehüterin zu überbringen, und die Kaiserstadt macht sich in Windeseile kampfbereit.
Gareth wird brennen
, aber ob es untergehen wird, wissen allein die Götter.
(Geschichte inspiriert von 'Schlacht in den Wolken)
Die Schlacht geschlagen, dieStadt zerstört, Emer tot, das Land im Chaos. Galotta ist besiegt, Rhazzazor in die Flucht geschlagen, doch wahrlich schrecklich sind die Zeiten. Liasanna und ihre Gefährten wissen sich nicht anders zu helfen, als an irgend einem Ort anzufangen und versuchen, das Chaos in Gareth ein wenig zu lichten. Doch schon bald müssen sie feststellen, daß die schlimmsten Wunden vielleicht nicht die sichtbaren sind.
Die Schuld des Marschalls
berichtet von Boronian von Rommilys, dem Kommandanten der Panthergarde, einem Mann, den Liasanna als Kommandant lange kennt und schätzt. Doch die Unterstützung, die sie sich von ihm erhofft, wird nicht gewährt.
Und so eilen die Gefährten an der Seite von Rondrigan Paligan von Perricum, Eslam von Eslamsbad und Boronian von Rommilys nach Elenvina, um dort vor dem Reichskongreß Bericht zu erstatten. Es fällt Liasanna schwer, von all den Schrecken zu berichten.
Die Mauern von Nebachot
ist eine Parabel auf genau jene Worte, mit denen Liasanna die Sicherheit des REiches zerschlägt.
In Elenvina trifft auch Liasanna einen alten Freund wieder, Thisdan von Falkenwind, dem sie lange Zeit als Marschallin auf der Burg half und dem sie mehr verdankt, als sie wohl selbst begreift. Und in
Der anderen Schritte
endlich gestattet sie sich einen seltenen Augenblick der Ehrlichkeit.
Liasanna schwört dem Kronprinz die Treue, in verzweifelter Stunde, und obwohl ihr Schwur aus vollem Herzen kam, zweifelt sie an sich und ihren Methoden. Doch da ist Angwi Galahan, die Golgaritin, die ihr in dieser Stunde
Seelsorge
angedeihen läßt. Auf geheimen Pfaden reisen sie in seinem Auftrag durch das kriegsverheerte Albernia und planen Reichsverrat. Doch der Mord an Boronian von Rommilys, der noch in Elenvina ihre Gemeinschaft erschütterte, der den Kronprinz des Reichssiegels beraubte und dem Hause Gareth einen weiteren, treuen Freund nahm, läßt weder Liasanna noch Yann los. An einem scheinbar friedlichen Abend nahe des albernischen Abilachts sprechen sie über Politik und Verrat - und mögen ganz und gar nicth, zu welchen Schlüssen es sie führt.
Ränkespiele
sind nur selten angenehm, und in solcher Situation schon gar nicht. Zumindest halb erfolgreich kehren sie nach Punin zurück, um dem Kronprinzen Bericht zu erstatten, doch ein weiteres Mal, wie so oft, sind sie zu spät. Und es scheint, als habe dieser letzte Verlust schließlich Liasanna den entscheidenden Schritt zu weit getrieben
Niemals die Eure
bin ich, so schreit sie den Göttern zu. Und doch ist sie die ihre, will sie es auch nicht hören.
Doch für den Prinzen ist der Tod nicht das letzte aller Hindernisse. Und auch von Liasanna wird verlangt, daß sie Wege beschreitet, die sonst niemand zu gehen wagte. Und auf den Pfaden der Toten wartet auch das Leben.
Von geliehenen und geschenkten Flügeln
berichtet von einer Reise in Borons Hallen, von Fragen und von Antworten... und unverhofften Geschenken.
Zurück von der Reise, muß Liasanna entscheiden, wie sie sieht, was sie jenseits von Uthars Pforte erlebte, und kommt zu überraschenden Schlüssen.
Eine längst fällige Antwort
Liasanna folgt ihren Vorsätzen und wird Hüterin des Reichssiegels, läßt zwischen dem Entschluß, sich mehr einzumischen bis zu ihrer ersten Handlung wahrlich nicht viel Zeit folgen.
Neue Ufer
(Geschichte inspiriert von 'Aus der Asche')
Sie jagen der Spur Rohajas nach und finden die Kronprinzessin, die seit der Schlacht vor Wehrheim ohne Gedächtnis durch Darpatien und Garetien irrte. Ein Boronwunder hilft der Prinzessin zurück zu sich selbst, und die Gefährten begleiten sie nach Gareth, auf daß sie ihre Stellung dort einnehmen könne. Rohaja dankt es ihnen, doch Selindian Hal, nun betrogen um die Kaiserwürde, fühlt sich verraten. Er entläßt Liasanna im Zorn aus seinen Diensten, doch Zeit zum Ausruhen gibt es nicht. Denn die Gerüchte um das Heer Answin von Rabenmunds und um das Überleben Leomar vom Bergs lassen Rohaja ihre Retter wieder in Richtung Norden aussenden, wiederum auf eine kalte Spur. Doch sie finden Leomar, der gemeinsam mit einigen Verwandten Answins versucht, Burg Rabenmund gegen einen Nekromantenansturm zu halten.
Für Königin und Reich
nehmen sie auch diesen Kampf an.

Mit dem Heer Answins erobern sie Wehrheim zurück, schlagen die Nekromanten an der Trollpforten. Der Weg führt Yann, Liasanna und Angwi im Auftrage Rohajas in die Schwarzen Lande, um das Kaiserschwert Silpion aus Warunk zu erobern. Sie sind erfolgreich, doch dann kommt alles anders. Und Liasanna erlebt einen
Tag des Zorns
In Rommilys verteidigt Liasanna an der Seite der Königin die Stadt gegen die Anhänger Asmodeus von Andergasts. Auf einem Erkundungsausflug holt sie das Schicksal ein.
Die Schwärze hinter meinen geschlossenen Augen
erzählt von ihrem langsamen Fall.
(Geschichte inspiriert von 'Rückkehr des Kaisers')

Querverweis zum Weiterlesen:
Angwi Thalionmel Galahan im Jahr des Feuers Brennend (Führt in den Bereich "Geschichten über Angwi)