Tagebuch Vorspann AoE RdE Von Fuchs und Greif
Ein Rätsel mehr Kleine Schritte Träum vom Fliegen

Am Ende der Reise steht die Niederlage. Nichts konnte die Fleischwerdung Borbarads aufhalten, und ein weiteres Mal kamen die Gefährten nur noch, um zu sehen, was längst wahr geworden ist. Und doch wächst auch und gerade, wenn man am Boden liegt, eine neue Kraft. Und als Esybilla versucht, Iolaos aufzurichten, erhält sie mehr zurück, als sie erwartet hätte.

Träum vom Fliegen

In dem man kopfüber ins Wagnis fällt

Sie war still gewesen, uncharakteristisch still auf dem Rückweg von dem Turm zum Traviatempel zu Baliho. In jeder freien Minute schien sie in das Tagebuch zu schreiben, das sie bei sich trug, und ihre abendlichen Devotionalien hatten fast Gorans Maß an Stille und Andacht erreicht, während sie vor einer Kerze saß, die roten Haare in die Augen fallend, still und nachdenklich. Sie schien nicht unbedingt am Boden zerstört, nicht einmal melancholisch oder schmerzvoll zu sein. Vielmehr machte sie den Eindruck, als habe sie in diesem Moment all ihre überflüssigen Energien in sich selbst zurückgezogen um dort mit sich auszumachen, was immer sie mit sich ausmachte, einem Baum gleich, der im Winter seine Säfte tief in sein Herz zurückzieht.

Sie waren schon einen Tag in Baliho als sie sich wieder aus ihrer stillen Isolation herausließ, fröhlich und voller Tatendrang wie eh und je, als sei niemals etwas gewesen. So mochte Iolaos durchaus überraschung verspüren, als sie nach nur kurzem Anklopfen in ihr gemeinsames Zimmer platzte, die blauen Augen voll Energie funkelnd. "Die Schonzeit ist vorbei", verkündete sie resolut. "Ich dachte du wolltest lernen, dich gegen magische Angriffe abzuschirmen?"

Er machte sich keine Mühe seine überraschung zu verbergen. Auch er war nicht sonderlich redselig gewesen, seit sie den Turm verlassen hatten, und ihr schweigender Einzug in Baliho war ihm noch immer gleich einer Totenprozession in Erinnerung. Seit dem war er regelmäßig in Lietos Nähe und versuchte, irgendetwas für ihn zu tun, und sei es nur, ihn mit dem nötigsten zu versorgen oder schlicht und einfach nur da zu sein... Noch viel stärker jedoch hatte er sich für sich selbst zurückgezogen, wie im Grunde jeder von ihnen. Gerade bevor sie die Tür aufriß schaffte er es noch, von seinem Lager aufzustehen und die Decke wie beiläufig auf das Stück Pergament fallen zu lassen, mit dem er sich wohl - wie auch immer - beschäftigt hatte. Mehr als verwundert blickte er Esybilla an, ihre Frische löschte jedoch auch ein Stück von der Traurigkeit aus, die in seinen Augen deutlich sichtbar war.

"ähm... ja...?" sagte er schließlich auf ihre Frage und schüttelte den Kopf, als versuche er Klarheit in seine Gedanken zu bringen. "Wenn du dich mit einem hoffnungslosen Fall deprimieren willst...?" Wieso nur glitten seine Gedanken wiederum zu Lieto?

"Ach von wegen hoffnungsloser Fall..." Esybilla winkte energetisch ab und schüttelte die roten Locken aus. "Das bist du ganz sicherlich nicht und du glaubst doch nicht daß ich bei der kleinsten Kleinigkeit die Segel streiche!" Sie ließ sich auf das Bett fallen, unkompliziert, locker, ganz Esybilla. "Abgesehen davon dass mir die ganze Aktion vor dem Hintergrund der neuesten Ereignisse noch viel wichtiger scheint als zuvor." Sie wurde ein wenig ernster, blickte ihn an. "Du kannst das schaffen, Iolaos. Das weiß ich genau..." Wer konnte soviel gutem Glauben widerstehen...?

Iolaos seufzte, mehr schicksalsergeben als ablehnend, und verschränkte die Arme vor der Brust, hielt es aus dem einen oder anderen Grund in diesem Moment für besser, stehen zu bleiben. "Na gut... Wie willst du vorgehen?"

Die Theorie hatten sie erschöpfen behandelt und es war seitdem wohl kaum eine Nacht vergangen in der Iolaos sich nicht vor dem Einschlafen in Gedanken jene Mauer erbaut hatte, die Esybillas Anweisungen entsprach. Aber er war noch nicht wirklich davon überzeugt, das es im Ernstfall auch nur im Geringsten helfen würde.

"Ich... könnte versuchen, ob es geholfen hat, bisher..." Ein wenig fragend legte die Magierin den Kopf schräg, blinzelte einige Male mit den blassblauen Augen. "Wenn du das willst, soll das natürlich heißen... ich meine ich würde niemals... derart... eindringen... ohne Erlaubnis." Ihre Stimme schien mit jedem Wort leiser zu werden.

"In Ordnung..." sagte er langgezogen, trat einen Schritt näher. "Und was genau willst du mit mir anstellen?" Es war nicht so, das er ihr nicht vertraute, das konnte sie an dem leichten Schmunzeln am Rande seiner Mundwinkel erkennen. Dennoch wollte er genau wissen, was geschehen konnte... wenn er versagte.

"Der Name des Zaubers ist Sensibar"; erklärte Esybilla. "Ich habe ihn bereits einmal auf dich gezaubert, als du in deinem gefährlichen Traum gefangen warst. Sensibar ist ein Zauber, der in der Lage ist, Gefühle oder Stimmungen des Gegenübers aufzunehmen, und wenn es mir gelingt, durch deine Verteidigung zu brechen, dann wird es mir auch gelingen, deine generelle Emotionslage aufzunehmen... nur sehr oberflächliche Dinge, es ist nichts, das einem Gedankenlesen nahe kommt." Sie pustete eine Strähne beiseite. "Wenn es dir gelingt werde ich es merken. Ich weiß nicht ob ich trotzdem durchkommen werde - es gibt Zauber, die ich besser beherrsche als den Sensibar - das wird wohl ein bisschen eine Frage des Glücks sein."

Sein Lächeln wurde etwas stärker, überstrahlte so fast einen ganz anderen Ausdruck, eine Art von Schicksalsergebenheit, die in seinem Blick schon beinahe nicht mehr wegzudenken war. Fast war er versucht nachzufragen, welche Art von Emotionen sie sehen würde, aber er beschloß, es darauf ankommen zu lassen, wenn der Fall tatsächlich eintrat.

"Glück haben wir wahrhaft genug, da sehe ich keine Probleme..." scherzte er lapidar, bevor er die Augen schloß, sich konzentrierte, Stein für Stein eine Mauer um seine Gedanken formte. "In Ordnung..." sagte er schließlich, ungleich leiser als zuvor. "Deinen besten Schuß, Esybilla..." Sie nickte sacht, erhob sich und legte vorsichtig beide Hände auf seine Schultern, eine Berührung kaum mehr als eine Feder. Leise nur hörte er ihre Stimme konzentrierte Worte sprechen.

"Sensibar Empathicus..." Sanft wie ein Windhauch glitt sie über seine nicht vorhandenen Barrieren als der Zauber Wirkung zeigte.

Klar wie ein Sommertag sah Esybilla zwei vorherrschende Gefühle in ihrem Gegenüber. überdeutlich und schwer und dunkel lag die Schuld für Lietos Zustand auf ihm, denn er schrieb es sich ganz offensichtlich zu, das im oberen Teil des Turmes überhaupt gekämpft hatten und nicht klugerweise geflohen waren. Fast hätte dieses Gefühl etwas anderes überschattet, fast ließ es Esybilla die strahlende und stetig wachsende Kraft in ihm nicht erkennen, die mit keiner geringeren als mit ihr selbst zusammenhing. Mit viel gutem Willen konnte man es wohl als Freundschaft bezeichnen... mit sehr viel gutem Willen. Aber tatsächlich war es größer, komplexer, widersprüchlicher... ein riesiges Chaos, das sich allmählich von innen heraus klärte, das auf ein deutliches, eigentlich gar nicht so entferntes Ziel hinarbeitete...

Wie ein Augenblick unglaublicher Präsenz Esybillas in seinem Kopf wusch ihr Zauber über ihn, die Eindrücke schienen ihr förmlich entgegenzuspringen, ohne, dass sie es verhindern konnte oder auch nur versucht hätte. Doch scheute sie zurück, deutlich zu erkennen, in dem Moment, als ihr Geist den seinen traf, ihr Blick auf seine Gedanken fiel, ein Stemmen der Maga gegen ihre eigenen Kräfte, gleich einem laut und deutlich in seinem Bewußtsein gesprochenen 'Nein!'

Abrupt verschwanden ihre Hände von seinen Schultern und sie nahm einen Schritt zurück, tief durchatmend, als sie den Zauber abbrach. Ihre Präsenz verschwand aus seinen Gedanken, so schnell und wesentlich weniger sanft, als sie gekommen war. Und als er die Augen wieder öffnete fing er einen Blick von ihr auf, der irgendwo zwischen Entsetzen, Faszination und Schuldbewußtsein stand. Iolaos konnte nicht verhindern ebenfalls einen Schritt zurück zu machen. Er mußte nicht fragen, was geschehen war, er hatte es sich vorher denken können, hatte sich mit der Möglichkeit abgefunden, sie vielleicht sogar herbeigesehnt, weil sie ihn unter Zwang stellte... zu reden, zu handeln, irgendetwas zu bewegen! Dennoch machte es den kommenden Schritt nicht einfacher...

Er atmete tief durch, erwiderte ihren Blick, solange bis der fast schon körperliche Schmerz Einzug hielt, den er bereits nur zu gut kannte, wenn er ihr so nah und alles so verwirrend war und er seiner Intuition, seinem Herzen Fesseln anlegte. Schließlich schlug er die Augen nieder, passierte sie und setzte sich reumütig auf sein Lager.

"Esybilla..." sagte er leise und betete darum, das ihm die Pferde nicht durchgingen. "Erinnerst du dich an diese eine Nacht, hier in Baliho...?" Unnötig zu sagen, welche er meinte.

Langsam, Schritt für Schritt ging sie wieder auf ihn zu, vor dem Lager in die Hocke gehend. Eine Hand stützte sich auf das Bett um ihre unsichere Position zu halten, so daß sie nun von unten zu ihm heraufblickte... es ließ ihm allerdings auch kaum Möglichkeiten, gleichzeitig zu Boden zu sehen und ihr auszuweichen.

"Mach dich wenigstens nicht über mich lustig", entgegnete sie, ein Hauch trockenen Scherzes in ihrer Stimme, doch da war auch noch etwas anderes. Denn auch Esybilla verlief sich längst in ihrem eigenen Labyrinth... Er sah sie an, eine leicht verwirrte Falte zwischen den Brauen.

"Das würde ich niemals tun..." Beinahe klang es ehrfürchtig. Trotz einer deutlichen Unsicherheit hielt er ihren Blick, versuchte daraus schlau zu werden.

Ein schmales Lächeln war der Lohn. "Also...?" Leise. Neugierig. Gespannt. Kaum blinzelten die blauen Augen.

"Ich habe dir nicht gesagt, was ich darüber denke... was dieser Traum bedeuten sollte... Es gibt noch ein paar Dinge, dich ich dir nicht erzählt habe..." Warum zwang sie ihn nur, sie anzusehen..."Ilijana... starb durch meine Hand... Es war das erste, wozu SIE mich zwang. Ich habe mir stets eingeredet, das es eine Erlösung für meine Frau war, nach den unbeschreiblichen Qualen, die sie und ihre Männer ihr zugefügt hatten..." Er schüttelte den Kopf. "... aber das ändert nichts an der Tatsache..." Langsam atmete er durch, setzte neu an. "In der Arena... gab es eine Frau, die mir half, diese fünf verfluchten Jahre zu überleben... Ich erwirkte die Freiheit für sie, doch bevor wir Al'Anfa verlassen konnten, wurde sie vergiftet." Er schauderte, versuchte den Blick zu senken, wegzusehen. Aufstehen wäre auch eine Möglichkeit gewesen... Er tat nichts von all dem. "Es gab kein Gegengift. Und Makani-Mele hatte zuvor gesehen, wie grausam und unwürdig dieser Tod war, deshalb... bat sie mich, sie zu töten..." Seine Stimme war fast zu einem Flüstern abgesunken. "... und ich hab es getan..." Ebenso gespannt wie angstvoll wartete er auf jede noch so kleine Regung in ihrem Gesicht. Was würde sie jetzt von ihm denken? "Ich weiß, zweimal ist wohl noch kein roter Faden... aber ich kann mich trotzdem nicht gegen den Eindruck wehren, das jede Frau, die ich liebe, letzthin durch meine Hand stirbt..." Er hob die Hand, und es schien, als wollte er sie berühren, den Ansatz ihrer widerspenstigen Strähnen zurückstreichen, die ihr Gesicht wie eine Korona umrahmten, doch er zögerte kaum erkennbar und fuhr sich stattdessen kurz selbst mit den Händen über sein Gesicht. Er kam nicht weiter. Er konnte sie nicht einschätzen, oder fürchtete sich vor dem Ergebnis, obwohl ein Teil von ihm wußte, das es so einfach wäre... Dazu kam die plötzlich viel zu klare Erinnerung an die Momente, als Ilijana und Makani-Mele in seinen Armen zu Boron gegangen waren... und Esybilla in seinem Traum... Lieber würde er sie niemals berühren, als das zu verantworten! Auch wenn der Schmerz immer stärker wurde...

Ruhig hatte die Magierin zugehört, ohne ein wort, beinahe ohne zu blinzeln, doch mochte Iolaos erkennen, wie es über dem Himmelsblau zu schimmern begann, ein leichter Schleier, Tränen fast. Doch sie wandte den Blick nicht ab, im Gegenteil. Langsam hob sie ihre rechte Hand um sie auf die seine zu legen, eine kühle, tröstende Berührung, unsicher zwar, ob sie denn das richtige tue und doch ohne Zweifel.

"Mein Leben liegt nur in der Hand eines einzigen", entgegnete sie leise und mit der unmittelbaren Sicherheit unerschütterlichen Glaubens.

Sein Blick folgte der Bewegung, ruhte für einen Moment auf ihrer Hand, die auf der seinen lag. Verspürte er mit einem Mal Linderung oder war es nicht eher so, das sich der Druck noch erhöhte, der auf ihm lastete? In einer kurzen Flucht schloß er die Augen.

"Das... ist noch nicht alles... Elysia... sie weiß von dir... aus meinen Gedanken...Ich bin nicht sicher, wieviel..." Er schüttelte den Kopf. "Aber ich könnte schwören, das sie alles daran setzten wird, dich zu verletzen... um mich zu verletzen..." Schuldvoll sah er sie an. "Ich bringe dich in Gefahr, Esybilla... ich bringe uns alle in Gefahr. Als ob wir davon nicht schon genug hätten..." Ein Teil von ihm wußte, wie lächerlich es klingen mußte, anlässlich des roten Fadens, den sie seit Dragenfels verfolgten. Doch um sich wichtiger war es doch, Irritationen auf ihrem Weg zu vermeiden...

"Sie ist eine Magierin", erinnerte Esybilla leise. "Wäre es ein Krieger, wäre es schlimmer für mich. Und... Iolaos... sieh mich an.." Ernst lag der Blick ihrer hellblauen Augen auf ihm und erst als er ihrer Bitte nachgekommen war, sprach sie weiter. "Wenn er.. .wenn Nandus nicht gewesen wäre, dann wäre ich nicht mehr hier. Ich lebe auf seiner Zeit, auf seine Gnade und seine Gunst hin. Ich glaube nicht, daß sie bereit ist, sich damit anzulegen..." Ein Lächeln, als ihre Sprache wieder ein wenig flapsiger wurde, das jedoch beinahe sofort wieder verblasste. "Und letztlich.. beantworte mir meine Frage... wenn sie dich durch mich verletzen will..." Langsam hob sie die andere Hand um seine vollends zu umschließen in der Hoffnung, es würde ihm Stärke geben. "Denkst du nicht, daß sie das jetzt ohnehin schon kann...?"

Iolaos schluckte vergeblich an einem Kloß, der ihm die Luft abzuschnüren drohte. Das war keine Frage, über die er nachdenken mußte. Natürlich hatte sie recht.

"Ich habs versucht..." sagte er leise, entschuldigend fast. "Aber... ich kann es nicht mehr ändern... Ich schätze, ich will es einfach nicht..." Ein einfaches Eingeständnis. Ein weiteres Puzzleteil, das an seinen Platz fiel. Aber noch immer wollte sich ihm das Gesamtbild nicht erschließen.

"Ich auch nicht." Leise. Schlicht. Schnörkellos.

Seine Augen weiteten sich leicht, als er sie, als er einige Dinge plötzlich in einem gänzlich anderen Licht sah, als Verwirrung und süßer Schmerz in seiner Miene platz machte für schiere Fassungslosigkeit. Er war so lange mit seinem eigenen Dilemma beschäftigt gewesen, das er nie einen Gedanken darüber zugelassen hatte, wie Esybilla empfinden mochte... was überhaupt möglich war... und nun war es mit einem Mal um so vieles mehr, das vor ihm... vor ihnen liegen konnte... wenn sie sich nur noch ein bißchen zur Decke hin zu strecken vermochten.

"Du..." flüsterte er, ohne genau zu wissen, was er sagen wollte, was es überhaupt noch zu sagen gab. Wie von selbst glitt nun doch noch seine freie Hand zu ihrem Gesicht, strich ihr sanft eine der widerspenstigen Strähnen hinters Ohr, wie sie es selbst oft tat, strich kaum spürbar an ihrem schlanken Hals entlang. Sein Blick brannte förmlich und sie konnte sehen, wie es in ihm arbeitete, wie die Angst, sie zu verschrecken, ihn als letzten, zum Zerreißen gespannten Zügel zurückhielt.

Noch...

Ihre Augen schlossen sich bei der Berührung, der Geist von etwas, das vielleicht beinahe ein Lächeln war huschte über ihre Züge. Sie legte den Kopf leicht zur Seite, ein Stück weit seiner Hand entgegen. Dann öffnete sie die Augen wieder, seinem Blick begegnend, die blassblauen Augen in einem Ausdruck leuchtend, der nur schwer deutbar schien. Sacht schob sie den Kopf ein weiteres Mal ein Stückchen schräg, eine Imitation ihrer so oft zum Reden auffordernden Geste, doch ein Stück weit widersprach der Ausdruck in ihren Augen der Bewegung, fast als stimme sie mit ihm überein, daß nicht die Zeit zum Reden sei.

Die Entschlossenheit in seinem Blick war mit einem Mal beinahe schon beängstigend, die Leichtigkeit, mit der er sie an sich zog, seiner überlegenen Stärke zuzuschreiben... und den Emotionen, die sich viel zu lange aufgestaut hatten. Das Ventil dazu fand sich in einem Kuß, der seinesgleichen suchte, unweigerlich dazu führend, das jener herbeisehnende Schmerz in Iolaos sich wandelte, im Grunde noch stärker wurde, aber er konnte nicht behaupten, das es ein schlechtes Gefühl war.

Zeit schien vollkommen irrelevant zu werden, als ihre Umgebung um sie herum versank. Denken wurde unmöglich für einige unendliche Augenblicke, in denen sie fiel, nur um das seltsame, schwerelose Gefühl des Fliegens zu erfahren.

Von Ute und Monika

Querverweis zum Weiterlesen:
Das Ende der Unschuld - Schlaglichter aus dem Vorleben Iolaos' (Führt in den Bereich "Geschichten über Iolaos")

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