Cante-Tinza

Behütet von ihren Familienmitgliedern vom Stamm der Anoiha ist das Mädchen Anhe in den westlichen Hängen des Regengebirges aufgewachsen. Doch Vorwitz zahlt sich nicht immer aus, und so muß das neugierige Kind einen harten, bitteren Preis für eine Eskapade zahlen, die sie aus den geschützten Tälern ihrer Kindheit führte. Eine Gruppe Sklavenjäger, im Auftrag des Großexecutors von Al'Anfa, Irschan Perval, durchstreift den Dschungel auf der Suche nach einem ganz besonderen Geschenk des Magiers Perval an seinen Neffen. Die junge Anoiha, Mitglied des vielleicht am schwierigsten zu findenden Waldmenschenstammes kommt wie gerufen, und so sollte Anhe die heimatlichen Berge wohl auf immer hinter sich lassen.
Im Hause Lucrezio Pervals widerfährt ihr Schreckliches. Der junge Mann ist in einen Kreis aus Belkelelanhängern eingetreten und verwendet das Kind an der Schwelle zur Frau als sein Spielzeug in tödlichem Spiel. Erst als die junge Frau die Demütigungen nicht mehr erträgt, als sie sich gegen ihren Herrn wendet, wendet sich auch das Blatt ihres Lebens. Beschämt darüber, daß er das kostbare Geschenk seines Onkels nicht gezähmt hat, läßt Lucrezio sie nicht töten, sondern bringt sie stattdessen in einem Akt scheinbarer Großzügigkeit in der Arena unter, als Spende für die Spiele des Patriarchen. Anhe jedoch überlebt, wider jede Wahrscheinlichkeit, und erkämpft sich schließlich sogar die Freiheit. Sie flieht aus Al'Anfa und gerät gemeinsam mit einigen anderen jungen Reisenden in die Abenteuer ihres Lebens. Fortan, sich Schritt für Schritt ein eigenes Leben, ein eigenes Wesen erkämpfend, durchstreift sie Aventurien und findet gar, langsam und behutsam, immer näher zur Gemeinschaft der Zwölfgöttergläubigen.

Querverweise zum Weiterlesen:
ausführliche Charakterbeschreibung Cante-Tinzas (Führt in den Bereich "Gruppenbeschreibung der Adeligen")

Kleines Mädchen, großer Krieg
Kleines Mädchen, großer Krieg berichtet von dem großen Krieg, den das kleine Mädchen Anhe in Al'Anfa führen muss. Von ihrem ehemaligen Herrn an die Arena verkauft stehen ihre Überlebenschancen nicht gut, insbesondere, da sie in einem körperlichen Zustand ankommt, der nichts gutes verheißt.
Das Ende vor dem Anfang
beschreibt ihre Ankunft in der Gladiatorenschule, zusammengeschlagen, kaum bei Bewußtsein und wertlos. Doch Hoffnung ist niemals vollständig verloren, und so stellt Anhe in
Unerwartete Vertrautheit
fest, daß die Geister ihrer Ahnen sie selbst hier, an diesem entsetzlichen Ort, nicht vergessen haben.
Zwischenspiele
Die Wege der zwölfgöttlichen Lande sind unergründlich. Mal mit Staunen, mal mit Verwunderung, mal mit Entsetzen, mal mit Verunsicherung stolpert die junge Moha an der Seite ihrer Gefährten durch das Mittelreich. Jeder Tag ist eine neue Erfahrung, und neu ist vor allen Dingen die Erfahrung, einen Unterschied machen zu können, nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere.
In Gareth geraten die Gefährten in einen Strudel von Ereignissen, der bei weitem zu groß für sie scheint. Eingespannt in eine Intrige Prinzessin Yppolitas, die versucht, das Thronrecht an ihrer Schwester statt zu erhalten, versuchen sie, mit einfachen Mitteln aufzuklären, was auch sie selbst täuschte. Und Cante-Tinza begreift, daß trotz all der Beteuerungen ihrer Gefährten Intrigen unter den Mächtigen des Mittelreiches ebenfalls an der Tagesordnung sind. Und es macht ihr Angst.
In fremder Arena
beschreibt ihre Verwirrung, teils einem freundlichen alten Traviageweihten geschildert, teils auch mit sich selbst ausgemacht, während die junge Anoiha zu verstehen versucht, welche Woge sie gerade überrollt hat.
(Zwischenspiel inspiriert von 'Zwietracht in Gareth')
Eine einsame Burg im Bornland birgt ganz besondere Abgründe. Eingeschneit, inmitten des bornischen Winters, sind die Gefährten der Willkür des jähzornigen Barons ausgeliefert. Doch anders als Fernando und die anderen erträgt Cante-Tinza das Gebare des Barons nicht. Zu sehr erinnert es sie an ihre Zeit als Sklavin.
Und Sklavin hat sie sich geschworen, nie mehr zu sein...
Des Magus Versprechen
ist ein Gespräch zwischen ihr und Fernando, über die Gerechtigkeit - im Bornland und in der Welt
(Zwischenspiel inspiriert von 'Herz aus Eis')