Allacaya Sonnenkind Dom Alricio Tonello di Gerrada Spoiler BKAndrego Stragazza di Montana Spoiler JdFAngwi Thalionmel Galahan
Daria Tannhaus Spoiler BKJalani Lessandreo ya Tegalliani di Wanka Spoiler BKLiasanna Esleban
Nezahet ben Nebahad Perdija Rosenschreck Rondrigo vom Berg Thisdan von Falkenwind
Thoössa Averiakis Umbosch Unterberg Yann Sertun Zoe Schattengrund

Spoiler BKZoe Schattengrund

Herkunft
Donnerbach
Profession
Magierin zu Lowangen
Aussehen
hellblondes, langes, feines Haar, schmales, kantiges Gesicht mit großen Augen, sehr blass, klein, zierlich, aber zäh
Gespielt von
Ute
Gespielte offizielle Abenteuer:
Mutterliebe
Über den Greifenpass
Nurinais Ring
Wenn der Zirkus kommt
Grenzenlose Macht
Erben des Zorns
Fest der Schatten
Sphärenklänge
Unter dem Adlerbanner
Shafirs Schwur
Winter des Wolfes
Die letzten Tage von Ysilia
Siebenstreich
Zoe
Über den Charakter

Geboren wurde Zoe Schattengrund ebenso wie ihre Zwillingsschwester Liriena in Donnerbach. Ihre Mutter, arme Tagelöhnerin, die für den Winter ein mageres Auskommen in der Stadt gefunden hatte, starb kurz nach der Geburt an der Blauen Keuche. Die Zwillinge wurden von einer armen Familie zur anderen weitergereicht, bisweilen kümmerte man sich im Traviatempel um sie, meist waren sie allerdings seit sie Kleinkinder waren, eher sich selbst überlassen. Beide Geschwister schlugen sich mit Mundraub und kleineren Einbrüchen durch - besonders Liriena war da ausgesprochen geschickt - und erlebten eine sehr harte Kindheit bis bei Zoe im Alter von sieben Jahren ein reisender Magus die Begabung der Zauberei feststellte. Besagter Magus war ein Nivese mit dem Namen Nivkon, vom Stamme Eeijas. Nach dem Tode seiner Sippe war er als Kind in der Lowanger Heilakademie ausgebildet worden, hatte jedoch nach der Ausbildung wieder die Nähe zu seinem eigenen Volk gesucht. Nun war er auf der Suche nach Schülern, die ihm bei der Durchführung seines Projektes - der Rekonstruktion der elfischen Tarnkappe, von der er glaubte, daß sie in künftigen düsteren Zeiten, von denen er bisweilen träumte, notwendig sein würde. Zoe war beinahe ideal als Schülerin - niemand würde sie wirklich vermissen, sie hatte bis auf ihre Schwester keine Familie, hatte auch keine Aussicht auf eine nennenswerte Zukunft. Die Art wie er sie mitnahm, war von einer Entführung nicht weit entfernt, dem Mädchen blieb nicht einmal die Möglichkeit, sich von ihrer Schwester zu verabschieden, bevor Nivkon sie in die Weiten der nördlichen Ebene brachte.

Die junge Zoe, ein sehr unsicheres Kind, früher dominiert von ihrer Schwester, versuchte, sich mit den neuen Verhältnissen zu arrangieren und ihrem jetzigen Mentor zu gefallen. Fleißig und beinahe übereifrig sog sie alles in sich auf, was sie lernte und adaptierte im Nu aus der Hoffnung heraus, endlich irgendwohin zu gehören, die nivesische Lebensart sowie die zwar recht firungefälligen, aber dennoch recht menschenfeindlichen Einstelllungen Nivkons, begann, eher die Himmelswölfe denn die Zwölfe zu ehren und versuchte in allem, mit ihrer neuen Umgebung eins zu werden. Sie lernte, sich auf nichts und niemanden zu verlassen, lernte auch, daß Emotionen meist eher Schwäche denn Stärke sind. Diese Lektion fiel dem eigentlich eher zartfühlenden Mädchen nicht leicht, doch mit unglaublicher Energie stürzte sie sich darauf, ihre Persönlichkeit nach dem Willen Nivkons zu formen. Heraus kam eine junge Frau, kalt und zurückgezogen, in tiefster Seele unglücklich und nur dem Prinzip von Effektivität und ´┐Żerlebenskampf verpflichtet. Nivkons fast brutale Ausbildungsweise hat in dem jungen Mädchen die meiste Menschlichkeit abgetötet, und selbst nach dem Ende ihrer Ausbildung behielt Zoe bei, was sie im Norden gelernt hatte.

Aus magischer Sicht war ihre Ausbildung ein Gewinn. Nivkon war ausgesprochen kompetent auf dem Gebiet der Verwandlungsmagie und Zoe lernte leicht. Bisweilen brachte Nivkon sie auch nach Lowangen, wo er immer noch einige Freunde besaß, damit sie in der dortigen Akademie auch das Bücherwissen lerne, das er ihr mit seiner Bibliothek nicht in gleichem Maße wie eine Akademie vermitteln konnte. Nach dem Abschluß ihrer Ausbildung legte sie in Lowangen die Prüfung ab und wurde offiziell zugelassene Gildenmagierin.

Nivkon sandte seine drei Schüler hinaus in die Welt, auf der Suche nach neuen Informationen über die Tarnkappe, und auch mit dem Wunsch, daß sie ihre Fähigkeiten vervollkommnen mögen, behielt aber von jedem von ihnen eine Locke, um sie weiterhin kontaktieren zu können. Zoe zog es nach Donnerbach, in der unbestimmten Sehnsucht nach der fast vergessenen Schwester, doch Liriena hatte die Stadt längst verlassen. Zoe fand heraus, daß auch sie sich auf Abenteuerreisen begeben hatte, und daß aus ihrem Zwilling wohl eine lebensfrohe junge Frau geworden war.

Von dieser Erkenntnis beruhigt schloß sie sich einigen Reisenden an und zog auf der Suche nach Erkenntnis durch die Lande. Eine Zeitlang begleitete sie Perdija Rosenschreck, lernte Lessandreo ya Tegalliani di Wanka kennen (und hassen) und beschloß schließlich, ihre bisher eher mangelhafte theoretische Ausbildung in Punin zu vervollkommnen. Dort schrieb sie sich zum Zweitstudium ein und unterrichtete auch dort. Gegen Ende der Ausbildungszeit machte sie über Lessandreo und Perdija zwei Bekanntschaften, die sich als sehr prägend herausstellen sollten. Zum einen begegnete ihr der Phexgeweihte Yann Sertun, zum anderen die damals noch sehr junge spätere vierte Gezeichnete Esybilla Stragazza di Montana.

Während sie Esybilla auf den ersten Blick nicht ausstehen konnte - zu unterschiedlich in Ausrichtung, Methoden und Charakter waren die beiden Frauen - war Yann für sie eine willkommene Möglichkeit, sich wieder, und nicht allein, auf Abenteuerreise zu machen. Auf einer Reise nach Norden, um ihrem Meister über ihr Fortkommen zu berichten, gerieten Yann und sie in die Ereignisse um Arras de Mott und die Rückkehr Borbarads. Nivkon, dem sie später davon berichtete, sah die Zeit seiner Träume ebenfalls gekommen und hätte Zoe am liebsten nun, da der Sturm käme, bei sich behalten, doch sie weigerte sich und zog mit Yann wieder südlich.

Auf Umwegen gelangte sie ins Liebliche Feld, in die Ereignisse um den Aarenstein, und während sich die Freundschaft zu Yann und Perdija Rosenschreck zu den einzigen ernsthaften Freundschaften festigte, die sie je geführt hatte, begann Zoe auch langsam zu dämmern, was sie, beziehungsweise Nivkon, in ihrer Jugend mit sich selbst angerichtet hatte.

Zu sehr jedoch waren die Muster bereits angelernt, so daß die Erkenntnis, daß sie dabei war, sich selbst in den Untergang zu führen, viel zu spät kam. Auch das begriff Zoe, und es legte einen Keim der Bitterkeit in ihr.

Der Fall Bjaldorns rief Nivkon auf den Plan, und der Nivese rief seine verbleibenden Schüler zusammen um Firuns STadt zu schützen. Wiederum begleitet von Yann brach Zoe auf, doch die Stadt fiel und sie gelangten in den tobrischen Krieg. In Ysilia begegnete ihr Viden, ein nivesisches Wolfskind, der, die Verheerung erkennend, die Nivkons Lehren angerichtet hatte, sie ein Stück weit dazu brachte, sich zumindest ihm ein Stück weit zu öffnen. Verrat ließ ihn den Fall der Stadt nicht überleben, und Zoe brach endgültig mit den ihr schon so fernen Zwölfgöttern.

Sie nahm in der Dämonenschlacht teil, auf der Seite der Kaiserlichen, und sah in der letzten Offensive im Endlosen Heerwurm ein bekanntes Gesicht - ihr eigenes, halb verrottet und verfault, und so begriff sie, daß Liriena nicht mehr am Leben war.

Das war genug, um den Geist der Magierin endgültig brechen zu lassen. Sie hieß den Wahnsinn, der viele auf dem Schlachtfeld ergriff, willkommen wie einen Freund, und schließlich brachte man sie in ein Noionitenkloster nach Perricum. Dort fand sie, in sehr kleinen Schritten, zu so etwas wie Normalität zumindest nach aussen hin zurück, doch als sie begriff, wozu die kleine Stimme gehörte, die sie immer wieder drängte, sich wieder auf die Reise zu machen, da sie nicht für Stetigkeit oder gar Bindungen geschaffen sei, war es ihr herzlich gleichgültig.

In völliger Verzweiflung und seelischer Kälte rutschte Zoe in einen Lolgramothpakt, ohne große Aufregung, ohne daß es einen deutlichen Bruch in ihrer Haltung dargestellt hätte. Sie gesundete, wurde entlassen und machte sich auf den Weg, wozu die Stimme sie nun trieb.

Sie schloss sich einem aranischen Zirkel an, der versuchte, den Ort der maraskanischen Zuflucht - Asboran zu finden. Recht bald erfuhr der Zweite Finger Tsas von den Machenschaften und war bereit, die Magier und Krieger in die Schranken zu weisen, sobald ihre Bemühungen zu fruchten begännen.

Etwa zu der Zeit erfuhr jedoch Perdija Rosenschreck, die zu dieser Zeit in Aranien weilte, davon, daß sich Zoe ebenfalls dort befände - und daß Schreckliches mit ihr geschehen sei. Sie handelte mit einem Boten der Maraskaner aus, daß sie zunächst versuchen solle, Zoe aus dem Zirkel zu entfernen (was es auch erleichtern würde, den Zirkel auszuheben). Es fiel der Hexe nicht leicht, aber schließlich drang sie zu Zoe durch, und die erkannte schließlich, daß sie die Welt nicht für sich selbst verantwortlich machen kann. In altbekannter Tatkraft entschloss sie sich, den Pakt wieder zu lösen und Perdija, sowie der Maraskaner Dijinnion halfen ihr dabei.

Ein wenig orientierungslos und verwirrt schloß sie sich näher an Dijinnion an, der ihr die maraskanische Philosophie näher brachte. Vollends entwurzelt, ihres Glaubens beraubt, war sie empfänglich für die diskussionslastigen Lehren und sie begann, sich mit Maraskan zu beschäftigen.

Schließlich erlangte sie den Posten einer Magistra an der Akademie zu Sinoda, wo sie heute noch lehrt. Aber wer weiß was für Ereignisse sie noch einmal aus ihrer Zuflucht rufen könnten....

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