Allacaya Sonnenkind Dom Alricio Tonello di Gerrada Spoiler BKAndrego Stragazza di Montana Spoiler JdFAngwi Thalionmel Galahan
Daria Tannhaus Spoiler BKJalani Lessandreo ya Tegalliani di Wanka Spoiler BKLiasanna Esleban
Nezahet ben Nebahad Perdija Rosenschreck Rondrigo vom Berg Thisdan von Falkenwind
Thoössa Averiakis Umbosch Unterberg Yann Sertun Zoe Schattengrund

Spoiler BKLiasanna Esleban

Herkunft
Albernia
Profession
berittene Schützin
Aussehen
Halbelfe, deutlich spitze Ohren und angeschrägte, goldfarbene Augen. Langes schwarzes Haar, meist zurückgebunden. Schlank, hochgewachsen, geschmeidig.
Gespielt von
Ute
Gespielte offizielle Abenteuer:
Namenlose Dämmerung (Führt in den Bereich "Materialien, Rezensionen")
Der Stein der Mada (Führt in den Bereich "Materialien, Rezensionen")
Der Basiliskenkönig (Führt in den Bereich "Download, Rezensionen")
Aus der Asche
Geschichten
Die hohe Kunst, Kommandantin zu sein (Führt in den Bereich "Geschichten über Liasanna")
Lamento (Führt in den Bereich "Geschichten über Liasanna")
Inmitten des Feuers (Führt in den Bereich "Geschichten über Liasanna")
Über den Charakter

Geboren als Tochter einer Elfin und eines menschlichen, albernischen Tuchhändlers spielte sich Liasannas Leben schon von Anfang an zwischen menschlicher und elfischer Welt ab. Ihre Mutter Alayoe Sternenwind, interessiert an dem Händler Garion Esleban, gestattete es dem Albernier, sie für einige Zeit aus der Welt der Auen, in der sie zuhause war, zu entführen, und sie nahm ein seltsames Leben an seiner Seite in Elenvina auf. Garion Esleban, von Natur aus eher abergläubisch und der Magie abgeneigt, war von seiner Zuneigung der Elfin gegenüber wohl selbst ein wenig überrascht, nahm das Geschenk Rahjas jedoch zunächst ohne weiter zu fragen an.

Schnell jedoch wurde Alayoe klar, dass sie auf Dauer in der Welt Eslebans nicht bestehen konnte. Das Experiment, auf das sie sich aus Neugier eingelassen hatte, war ein Fehlschlag in ihren Augen, und als ihr dies aufging, zögerte sie auch keinen Augenblick, die Konsequenzen zu ziehen. Dennoch, als Erinnerung an die Zeit, die wohl seltsamste und außergewöhnlichste ihres bisherigen Lebens, beschloss sie, Garions Kind zu bekommen, in der Gemeinschaft ihrer eigenen Sippe, und ohne sein Wissen, und dennoch sein Kind.

Schwanger in den ersten Tagen verließ sie den Händler und kehrte zurück in die Auen. Garion nahm ihr Verschwinden nicht gut auf. Zwar hatte Alayoe sich dazu durchgerungen, ihm zumindest in einem Traum Lebewohl zu sagen, dennoch fühlte er sich von ihren elfischen Maßstäben überrollt und verstand weder ihr Handeln noch ihre Entscheidung. Alayoe, bestärkt in ihrem Eindruck über Garion, steckte keine weitere Mühe in Erklärungsversuche, verschwieg ihm auch die Geburt ihrer Tochter.

Liasanna wuchs die ersten Jahre in der Gemeinschaft einer auelfischen Sippe auf. Das Kind zeigte von frühester Jugend an große Begabung für verschiedene Spielarten der Magie, so dass die Sippe beschloß, sie trotz ihres menschlichen Erbes zumindest einen Teil der Kunst der Zaubersänger zu lehren. Liasanna, die in dieser Zeit nicht das Gefühl hatte, sich von anderen Elfen zu unterscheiden, verbrachte die einzigen wahrhaft unbeschwerten Jahre in der Gemeinschaft dieser Sippe.

Garion, betrogen und alleingelassen, wandte sich stärker gegen die Magie, als er es jemals zuvor getan hatte. Abergläubisch und misstrauisch war er durch Alayoe nun endgültig arkanophob geworden. Durch einen Elfen, der, in Unkenntnis seines Wesens, ihm von Alayoes halbmenschlichem Kind erzählte, erfuhr er schließlich von Liasannas Existenz. Zornig, ein weiteres Mal von Alayoe betrogen zu sein, beschloß er, das Kind zu sich zu nehmen. In der (richtigen) Annahme, dass Alayoe es ihm wohl nicht überlassen würde, engagierte er eine Gruppe Abenteurer unter dem Vorwand der Sorge um sein entführtes Kind, auf dass sie die junge Liasanna zu ihm brächten.

Der Plan gelang und Garion wechselte den Wohnort, verlegte sein Domizil nach Abilacht, in der richtigen Annahme, dass Alayoe mit den menschlichen Gepflogenheiten zu unvertraut war, um sie dort zu finden.

Liasanna, damals zehn, sträubte sich mit Händen und Füßen gegen ihren Vater. Von Natur aus eher eigensinnig weigerte sie sich, den Fremdling, der sie aus ihrem Leben herausgerissen hatte, zu akzeptieren und lernte schnell, ihre rudimentären magischen Fähigkeiten gegen ihn einzusetzen. Der Zustand zwischen Vater und Tochter war nicht mehr und nicht weniger als Krieg, ein Kampf, in dem beide sich nichts schenkten, ein Kampf ihrer Magie gegen seine Stärke und die verschiedenen Schlösser im Abilachtschen Domizil der Eslebans. Schließlich war es Liasanna, der die Kraft für diese Konfrontation ausging, und sie ging in das, was sie später als das innere Exil bezeichnete, zog sich aus der Welt und ihrem Leben zurück und funktionierte - mechanisch.

Natürlich vertraute Garion dem Frieden nicht, und so verbesserte sich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter nur nach außen hin. Nach innen blieben Misstrauen und Unzufriedenheit.

Als Liasanna schließlich das vierzehnte Lebensjahr erreichte, bot sich Garion die perfekte Möglichkeit, der unbotmäßigen Tochter ihre magischen Flausen auszutreiben und sie gleichzeitig nach seinem Willen zu formen. (Er unterlag beispielsweise auch der irrigen Annahme, dass Liasanna noch im Traume Kontakt zu ihrer Mutter unterhielt - das war in der Anfangszeit zwar noch so gewesen, aber Alayoe hatte sie recht bald aufgegeben)

Er sandte sie nach Havena und meldete sie bei der Armee des Königs als Soldatin und verscherzte sich damit das letzte bisschen Respekt, das er bei Liasanna noch gehabt hatte.

Garion hoffte, dass der tägliche Umgang mit Metall und Rüstungen ihr die magische Kraft ein für alle Mal rauben würde, doch bedauerlicherweise ließ der für die Musterung zuständige Corporal die Rekruten in vielen Künsten des Krieges testen. Liasannas herausragendes Körpergefühl, ihr intuitives Geschick mit dem Bogen und nicht zuletzt auch ihre ruhige Art, mit Tieren umzugehen, qualifizierte sie sofort für die Truppe der berittenen Schützen, die Cuanu gerade als Spezialeinheit aufzubauen begonnen hatte.

So blieben ihr wenigstens rudimentäre Fähigkeiten in der Magie, auch wenn sie tatsächlich die meisten verloren hat.

Liasanna haßte Havena vom ersten Tag an aus dem tiefsten Grunde ihres Herzens. Gegen ihren Willen in eine Stadt gesandt, aus der Magie verbannt war, in einen Beruf, der ihr - so gern sie auch den sportlichen Wettkampf und den Umgang mit den Pferden mochte - zuwider war, folgte sie zwar den Befehlen, zog sich aber innerlich deutlich immer weiter zurück. Sie fühlte sich in der Welt der Menschen nicht zuhause, konnte aber auch nicht verleugnen, dass sie keine Elfe mehr war. Darin hatte ihr Vater ebenfalls gesiegt. Liasanna begann, ihren Mut und ihre Initiative zu verlieren und fügte sich schließlich in ihr Schicksal.

Sie begegnete dem jungen Thisdan von Falkenwind, Adept der Kriegerakademie zu Havena, und fand in ihm einen Verbündeten, den sie so nicht erwartet hatte. Die Halbelfe und der junge Krieger verbrachten viel Zeit in den verschiedensten Tavernen Havenas, und auch wenn sie sich aus völlig unterschiedlichen Gründen aneinander angeschlossen hatten, wurde Thisdan einer von Liasannas wenigen Vertrauten in Havena. Als eine andere Vertraute ist Mila ni Verano zu nennen, eine junge, freundliche Schützin, die Liasanna dann später in Gareth in der Panthergarde wiedertraf.

Als Thisdan sie über den Sommer auf das Schloß seines Vaters einläd, gerät sie in die Ereignisse um die Elfenstadt Simyala.

Simyala rüttelt sie dahingehend wach, dass sie begreift, dass sie weder als reiner Mensch noch als reine Elfin wird jemals glücklich sein können. Sie beginnt also, ihren eigenen Weg zwischen diesen Welten zu suchen. Sie zieht lange durch die Welt, besucht verschiedenste Orte und versucht, sich selbst zu verstehen. Wieder und wieder kehrt sie nach Falkenwind zurück, als treueste Freundin des Barons, und als Marschallin seiner Burg. Sie nennt sich ab nun Liasanna Mondenpfad, um den Spuren Madayas Rechnung zu tragen, auf denen sie sich selbst wiederfand.

Als Borbarad seine Schatten wirft, eilt sie zurück in den Reichsforst und beginnt mit der Ausbildung der Gardisten und Freiwilligen der Baronie zu einer schlagkräftigen, kleinen Truppe. Thisdan und sie ziehen an die Trollpforte mit einem Banner von fünfzig, darunter Fußkämpfer, einige berittene Kämpfer und fünf Reiterschützen unter dem Kommando Liasannas.

In der Hölle der Schlacht weiß sie sich zu behaupten. Die Falkenwinder Abteilung schlägt sich glänzend, und als ein Zant Thisdan von seinem Pferd holt, ihn beinahe das Leben, letztendlich jedoch nur das Bein kostet, übernimmt Liasanna das Kommando über die dezimierte Reitertruppe. Mit intuitivem taktischen Geschick greift sie an einigen Stellen als kleiner Stoßtrupp ein, eine Gruppe, die an manchen kleinen Schauplätzen die Entscheidung herbeizubringen mag.

In der finalen Offensive, die die Gezeichneten schließlich an den Feldherrenhügel bringt, reitet sie in der Nähe Emers, und als es fünf Zantim gelingt, bis zu der Frau des Reichsbehüters vorzudringen, ist es nur das beherzte Eingreifen der Falkenwinder, das dafür sorgt, dass Emer nicht unter diesem Angriff zu Boden geht.

Die Verluste ihrer Truppe sind groß, von dem Banner gerade noch fünf geblieben. Thisdan liegt schwer verwundet darnieder und überlebt, mit verkürztem Bein und wohl nicht mehr kampffähig.

Emer hat das Eingreifen der Falkenwinder nicht vergessen und ruft einige Wochen nach der Schlacht die Halbelfe zu sich. Sie bietet Liasanna an, einen ähnlichen, schlagkräftigen Trupp in der Panthergarde, der Leibgarde der Kaiserfamilie zu führen, einen Trupp für schnelle Vorstöße und spezielle Aufgaben.

Liasanna, beeindruckt von der Persönlichkeit Emers, von Anfang an intuitiv mit der Reichsregentin auf einer Wellenlänge, nimmt nach einem langen Gespräch mit Thisdan an.

In Gareth macht sich die Halbelfe schnell einen Namen. Ihre Truppe ist gut geführt und schlägt sich an der Grenze der Schwarzen Lande ebenso gut wie bei kleineren Einsätzen im Inland. Eigenverantwortlich kontrolliert sie alles von der Pferdezucht über die Auswahl und Ausbildung der Reittiere bis hin zu der Ausbildung ihrer eigenen Soldaten, bei deren Musterung Emer Liasanna weitestgehend freie Hand ließ.

Das erste Mal in ihrem Leben hat Liasanna das Gefühl, an der richtigen Stelle zu sein. Soldatin war zwar nicht ihre Traumberufung, doch die Eigenverantwortlichkeit gefällt ihr ebenso wie die geradlinige Person ihrer Vorgesetzten, die ihr keine übertrieben Höfischkeit aufzwingt. Sie lernt, sich auf dem Parkett des Kaiserhofes wenigstens einigermaßen sicher zu bewegen und nimmt ihren Eid, die Kaiserfamilie zu schützen, durchaus sehr ernst, allerdings weniger aus einem seltenen Anflug von Lehnstreue heraus, sondern eher, weil ihr die Familie wirklich am Herzen liegt. Vorsichtig beginnt sie sich auch ein wenig zu öffnen, findet Kontakte und schließlich sogar Freunde. Eine vorsichtige, beinahe unausgesprochene Romanze blüht zwischen ihr und Gervinio von Streizig, der ihr bei der Ausbildung ihrer Soldaten zur Hand geht.

Man kann sicherlich sagen, dass sie in Gareth, wenn schon nicht glücklich, so zumindest doch zufrieden gewesen ist.

Nach der Schlacht in den Wolken steht Liasanna wieder einmal vor den Trümmern ihres Lebens. Es scheint, als sei von ihrem Trupp in Gareth niemand mehr geblieben, Emer tot, was mit Rohaja ist, werden allein die Götter wissen.

Doch Liasanna ist in der Lage, zu funktionieren, wenn die Umstände es verlangen, und sie zerbricht nicht unter ihrem eigenen Unglück. Sie nimmt den Eid, den sie dem Kaiserhaus geschworen hat, wohl immer noch ernst, und so wird sie Partei für die Garether ergreifen. Es ist in ihren Augen garantiert jetzt keine Zeit für Trauer und keine Zeit für Selbstmitleid, also wird sie die Ärmel hochkrempeln wie sie es in solchen Situationen immer getan hat, und anfangen, wo sie für sich einen Anfang sieht.

-> Zurück nach oben
-> Zurück zur Übersicht