Aigald Torfnirsson Odilon Peranor Alvarin Galandi Safira Zepherina

Zepherina

Herkunft
Almada
Profession
Gauklerin und Hexe der fahrenden Gemeinschaft
Aussehen
kurzes, wirres schwarzes Haar, schwarze Augen, braungebrannt, eher herbes, aber interessantes Gesicht. Eher klein und schmal, nicht sehr auffällig, aber mit Ausstrahlung, wenn sie es darauf anlegt.
Gespielt von
Ute
Gespielte offizielle Abenteuer:
Der Preis der Macht
Geschichten
Zepherina
Über den Charakter

Zepherina ist ein echtes Kind almadanischer Zahori, geboren in Then, der Grenzfestung Almadas wider das Kalifat.

Ihre Eltern - ein zahorischer Hazaqi und seine Frau, die ihren Lebensunterhalt mit kleineren Reitkunststückchen verdient - gehörten dem Teil der Zahori an, der sich deutlich den Gauklern zugehörig fühlt und weniger den Streunern und Dieben. Zwar lässt man sich auch mal zu einer kleineren Dieberei hinreißen, aber prinzipiell verdient man sein Geld noch auf halbwegs ehrliche Art und Weise.

Wie es sich für Fahrende gehört, bereiste die kleine Familie bereits in Zepherinas frühester Jugend die Welt, und Zepherina kannte die größeren almadanischen Städte von Ragath bis Punin, bevor sie das sechste Lebensjahr erreichte.

Zepherinas Eltern waren, wie sich das für anständige Zahori gehört, einander im Rahjabund verbunden, nicht im Traviabund, und sie trennten sich wieder als nach sieben Jahren das Interesse aneinander deutlich nachließ. Zepherina blieb bei ihrem Vater, obwohl sie zu vielen Gelegenheiten auch noch ihre Mutter sah. In den festen Sippenverband des Vaters eingebunden ist sie eher mit vielen Onkel und Tanten aufgewachsen als mit klar definierten Eltern, so dass sie der Verlust der Mutter nicht besonders geschmerzt hat. Solche Vorgänge - unter den Zahori vollkommen natürlich - kamen auch Zepherina normal vor.

Nach der Trennung ihrer Eltern wandte sich ihre Familie ins Mhanadital, um dort ihr Glück zu finden. Mit einem Hazaqi und mehreren hervorragenden Gauklern war es nicht allzu schwer, den Lebensunterhalt zu verdienen, und so reiste die Sippe recht sorglos von Ort zu Ort - zumindest da, wo man sie nicht rauswarf, da man den Zahori ja doch immer gewisse Diebestätigkeiten nachsagt. So erfuhr Zepherina in früher Jugend bereits den festen Sippenverband auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch das Misstrauen und die Ablehnung der sesshaften Bevölkerung. Als sie neun war, erreichte die Sippe zum ersten Mal das Gauklerfest zu Khunchom. Zepherina war vollkommen begeistert, und wie die anderen ihrer Sippe trat auch sie dort auf. Sie jonglierte damals mit kleinen, bunten Holzreifen und wuchs am Gauklerfest in ihren Fähigkeiten so weit über sich hinaus, dass es der alten Melanara seltsam vorkam. Melanara, die Weise Frau der Sippe, meist begleitet von ihrem Löwenäffchen Irschan, unterhielt sich mit Zepherina und stellte fest, dass sie wohl das magische Talent ihres Vaters geerbt haben musste. Sie nutzte die Gelegenheit, das junge Mädchen unter ihre eigenen Fittiche zu nehmen und der Fahrenden Schwesternschaft nahe zu bringen. Zepherina erlernte im Geheimen die Künste der Hexen, und außer ihrer Sippe - vor der sich das natürlich nicht geheim halten ließ - und der Schwesternschaft selbst, weiß wohl niemand, dass sie ihr angehört.

Just zu dieser Zeit jedoch begannen die Ereignisse um den Dämonenmeister die Welt zu erschüttern, und das Klima für Fahrende wurde rauh. Man wanderte ins ruhige Aranien, von Melanara auch deshalb vorgeschlagen, weil sie sich davon erhoffte, Zepherina in dieser unsicheren Zeit in einer hexenfreundlichen Umgebung besser ausbilden zu können.

Sie gerieten dort in einige borbaradianischen Umtriebe, mit denen ich dich mal verschone, die Melanara allerdings für ihr Leben zeichneten und Zepherinas Vater das Leben kosteten. Zepherinas Welt verlor deutlich an Unschuld, sie fand in Aranien und den aranischen Hexen jedoch Unterstützung, die ihr Melanara zunächst selbst nicht mehr geben konnte. Nur langsam fand das Mädchen zu sich selbst und ihrer Zauberei zurück, doch als die Sippe ihres Vaters beschloß, zurück ins Stammland, ins Almadanische zu ziehen, war sie bereit, ihnen zu folgen.

Im Mittelreich war das Leben längst nicht so leicht und sorgenfrei wie zuvor, doch man fand letztendlich ein Auskommen, und Zepherina fühlte sich mehr und mehr auch ihrer Schwesternschaft zugehörig. Sie vertiefte ihre Künste in Jonglage, Geschichtenerzählen und Tanzen, reiste mit ihrer Sippe bisweilen durch die Lande, bisweilen hielt sie sich jedoch auch in Punin auf.

Dort lernte sie auch einige der Künste, die wohl eher in Phexens Ressort fallen. Ihre Sippe war nicht besonders begeistert, aber in dem großen Zigeunerlager vor Punin konnte man ihr ja schlecht den Umgang mit Gleichaltrigen verbieten. So hat sie das eine oder andere krumme Ding gedreht und auch schon mal ihre Möglichkeiten zum Geldverdienen genutzt, indem sie sich für halbseidene Aktionen hat anwerben lassen.

Als sie sich mit dem Sprößling einer Puniner Adelsfamilie einließ war das ihr erster Versuch, ein größeres Ding zu drehen. Sie sollte den Siegelring des Alvinio Galandi entweden. Der Mann ist noch recht jung, unerfahren und war dem Augenaufschlag der jungen Hexe nicht auf lange Zeit gewachsen. Als sie den Siegelring dann aber hatte und Melanara davon erfuhr, wusch sie ihrer Schülerin ordentlich den Kopf, und verdeutlichte ihr die Situation in der sie sich befand. Nach der Standpauke fühlte sich Zepherina dann doch ein wenig unbehaglich, und da sie ohnehin reiselustig war, schlug sie vor, sich erst einmal für einige Zeit aus dem Staub zu machen, um zu lernen und diese Sache hinter sich zu lassen.

Sie floh also vor dem Zorn der Galandis und wohl auch der anderen Adelsfamilien. Den Siegelring hat sie aber noch. Da das liebliche Feld sich ja mit Almada nicht sonderlich versteht, war das erstmal ein nahe liegendes Reiseziel

Zepherina ist eine echte Zahori, temperamentvoll, stolz, freiheitsliebend, lebenshungrig und grundoptimistisch. Sie liebt ihr Leben aus vollem Herzen und kostet es aus vollen Zügen aus, will die ganze Welt bereisen und alles sehen, was es da zu sehen gibt. Sie lacht gern und teilt dieses Lachen freizügig, versucht gutherzig, Optimismus zu verbreiten, und versucht aber auch zu sehen, dass für sie immer noch etwas abfällt.

Zepherina liebt Scherze und Spiele, hat den Lockenkopf voller Ideen und ist anderen Menschen gegenüber - für eine Zahori, die für gewöhnlich sehr misstrauisch sind - herausragend aufgeschlossen.

Sie lebt ein sorgloses Leben - doch nicht unbedingt aus naiver Unkenntnis heraus, sondern eher aus Überzeugung, und nur wenn die Situation wirklich, wirklich ernst ist, kann sie mit einem Schlag alle Scherze und Fröhlichkeit vergessen.

Ziele hat sie eigentlich keine - wenn man einmal außer acht lässt, dass sie ganz Aventurien bereisen und alles sehen will, was die Welt zu bieten hat. Sie lebt in den Tag hinein, ihre Triebfeder ist ihre Neugier, und ihr Geschick als Gauklerin bringt ihr genug Essen auf den Tisch. Hexe zu sein ist für sie eher Glück als Berufung, ein Teil ihres Selbst, den sie ausgezeichnet vor anderen verbirgt, den sie auch als etwas ausgesprochen Persönliches empfindet. Im Alltag kommt sie meist sehr gut ohne ihre Zauber klar(ohne nächtliche Ausritte auf ihrem Besen - das ist allerdings etwas anderes), in kritischen Situationen ist es aber doch ausgesprochen praktisch. Aber auch da lässt sie sich von ihren Impulsen leiten, langes Nachdenken ist Zepherinas Sache nicht. Überhastete Handlungen oder die Tatsache, dass sie bisweilen die Dinge nicht zuende denkt, führen schon mal dazu, dass das eine oder andere aus heiterem Himmel ziemlich schief geht. (Tolpatsch). Das bekümmert sie aber eigentlich nicht weiter, aus den meisten Dingen hat sie sich bisher ganz gut herausgewunden, und im Vertrauen auf Phex glaubt sie daran, dass das auch so bleiben wird. Bei aller Fröhlichkeit und Offenheit sollte man nicht versuchen, sich Zepherina zum Feind zu machen. Meist ist sie zwar bald wieder versöhnt, doch eine zornige Hexe kann allerlei Unheil anrichten - und auf Skrupel braucht man bei ihr wahrhaftig nicht zu hoffen. Einige Dinge gibt es gar, die sie durchaus auch lange nachträgt, wer einmal eine der unsichtbaren Linien überschritten hat, die jeder Zahori um sich zieht, mag das durchaus sehr lange bereuen.

Zepherina ist, weniger als viele andere Magiebegabte, der magischen Wissenschaft verschrieben. Die meiste Zeit über langweilt es sie einfach nur, auch wenn sie prinzipiell sich solche Sachen gar nicht schwer merken kann. Stundenlang über Büchern zu hocken ist allerdings eine Vorstellung, die in ihren Augen von den Niederhöllen gar nicht so weit fort ist. Wenn schon Weiterbildung, dann doch bitte das gesprochene Wort, eine abwechslungsreiche Erzählung, ein Gespräch, das ließe sich ja alles noch irgendwie vereinbaren, aber vor dem typischen Zaubererleben graust ihr. Es wäre auch nicht ihre Sache, wie Luzelin vom Blauen Tann einfach in irgend einer Höhle zu hausen und ihrer Sachen nachzugehen. Zepherina braucht Leben, Menschen, Reisen, neue Eindrücke ebenso wie die Luft zum Atmen, und sie will ihr eigenes Leben leben, und nicht durch Bücher das eines anderen.

Das macht sie aber auch weniger anfällig gegenüber den üblichen Faszinationen der magie, von echsischen Spielarten über die Dämonologie. Dämonen töten Menschen und sind nicht zu zähmen, also stehen sie gegen die Art von Welt, die Zepherina mag, nämlich eine unbeschwerte und fröhliche, und somit erwecken sie Abscheu, keine Faszination.

Beherrschungsmagie ist da etwas anderes, wobei Zepherina einen Beherrschungszauber eigentlich als nichts anderes als ein geschicktes Überreden sieht. Man überredet die Leute halt mit allem, was man so hat, und wenns mit Worten nicht geht, muß man sich halt was anderes einfallen lassen Sie hat aber von sich aus kein großes Vergnügen daran, Macht über andere auszuüben, in dem Sinne, dass sie sie in ihre Bahnen zwingt. Wenn sie ein Ziel hat, kann das schon mal notwendig werden, jemanden in den Bann zu ziehen, und auch ein guter Künstler fesselt sein Publikum, aber gerade bei letzterem zieht sie ihre Freude eher aus der Freude der Zuschauer, nicht aus ihrer Macht über sie. (Das ändert aber nichts daran, dass sie natürlich gern im Mittelpunkt steht)

Zepherina ist eine passable Jongleuse und kennt sich mit dem Jonglieren mit Bällen, Reifen, Fackeln und Messern aus. Das reicht meist, um ihre nicht allzu hohen Ansprüche zu befriedigen. Sie kennt eine Reihe interessanter Geschichten, hat eine passable Singstimme und versteht sich ein wenig aufs Tanzen. Auch Akrobatik ist ihr nicht völlig fremd, so dass sie zwar keine herausragende Gauklerin ist, sondern noch eine im Lernen, doch sie kann durchaus einen Abend lang ein Publikum unterhalten, wenn es nicht zu anspruchsvoll ist.

Somit ist der Tisch unter Menschen meist gedeckt, und normalerweise reicht es für ihre nicht allzu hohen Ansprüche. Bisweilen erleichtert sie auch einmal einen Unvorsichtigen um seinen Beutel, aber da ist sie nach Punin etwas vorsichtiger geworden.

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