Spoiler BKEsybilla Stragazza di Montana Spoiler BKGoran von Punin Spoiler BKIolaos Spoiler BKLieto Spoiler BKSetaou

Spoiler BKEsybilla Stragazza di Montana

Herkunft
Landgut Montana, liebliches Feld, einen halben Tag südöstlich von Kuslik
Profession
Antimagierin der Akademie zu Kuslik, Nandusgeweihte
Aussehen
Klein, zierlich, mit feuerblondem Haar und blasser Haut. Eine Nase voller Sommersprossen, klare, blaue Augen.
Gespielt von
Ute
Gespielte offizielle Abenteuer:
Staub und Sterne
Alptraum ohne Ende
Unsterbliche Gier
Pforten des Grauens
Bastrabuns Bann
Goldene Blüten auf Blauem Grund
Rohals Versprechen
Siebenstreich
Rausch der Ewigkeit
Geschichten
Von Fuchs und Greif (Führt in den Bereich "Geschichten über Esybilla")
Tagebuch zur Borbaradkampagne (Führt in den Bereich "Geschichten über Esybilla")
Intermezzos zum Tagebuch (Führt in den Bereich "Geschichten über Esybilla")
Esybilla
Über den Charakter

Esybilla Stragazza di Montana wurde als zweites Kind von Yasindigo Stragazza di Montana und seiner Frau Elyanna im Jahre 5vHal geboren. Sie verlebte eine unbeschwerte Kindheit auf dem Weingut Montana, das ihr Vater einige Jahre zuvor als Lehen von der Horas erhalten hatte. Montana, obwohl im Zentrum des Lieblichen Feldes gelegen, liebt abseits der großen Handelsstraßen, so daß ihre frühe Jugend unberührt von den Wirrungen der Welt verlief. Esybilla, ein zartes, aber dennoch ungestümes Kind, genoß ihre Freiheit und war von frühester Kindheit an nur recht schwierig in ihrem Wissens- und Entdeckungsdrang zu bändigen.

Als im zarten Alter von neun Jahren ihre magische Begabung festgestellt wurde, gab sich die Familie di Montana größte Mühe, das magische Talent der Tochter nach Kräften zu fördern. Obwohl es für die Familie, die schon den älteren Sohn auf die Kriegerschule nach Vinsalt geschickt hatte, eine erhebliche finanzielle Belastung darstellte, entschied man sich für die Schule der Antimagie zu Kuslik - auch deshalb, weil man sich für die Tochter in späteren Jahren daraus eine gute Anstellung erhoffte. Esybilla, zunächst ein wenig einsam unter den Söhnen und Töchtern des Liebfelder Adels, fand sich dennoch bald zurecht und war die Freude ihrer Mitschüler und der Schrecken ihrer Lehrer. Sie hinterfragte vieles, auch die Dogmen ihrer Instruktoren, und war zu mancherlei Schabernack bereit. Wäre nicht ihre herausragende Begabung auf dem Gebiet der Contraria gewesen, man hätte sie wohl längst an eine weniger strikte Schule gewesen, so jedoch bemühte man sich, die Fähigkeiten des Mädchens dennoch zur Blüte zu bringen.

Beinahe jedoch hätte sie ihre Studienmöglichkeit dennoch verloren, als sie, ein Jahr vor ihrer Abschlußprüfung, sich daran machte, die Schutzzauber, die das Lehrerzimmer der Akademie schützten, zu brechen. Sie hatte es als Herausforderung gesehen und - überzeugt von ihren eigenen Fähigkeiten - ihren Lehrern eine Schwachstelle aufzeigen wollen. Der Versuch schlug fehl, und beinahe hätte man sie ob dieser Dreistigkeit der Schule verwiesen. Nur Intervention ihres Vaters in allerhöchsten Kreisen beließ sie an der Schule, und bis zu ihrem Abschluß gab sie sich Mühe, ihr Glück diesbezüglich nicht überzustrapazieren.

Nach ihrem Abschluß entschied sie sich - entgegen den ursprünglichen Plänen ihrer Familie, aber nicht gegen deren Willen, sich auf eine Reise durch die Welt zu machen. Sie strebte nach neuen Erfahrungen und danach, ihr Wissen zu erweitern. Es traf sich günstig, daß ihr Cousin Lessandreo gerade in Kunchom mit einigen Abenteurern weilte, und so begab sie sich dort hin, um etwas von der Welt zu entdecken.

In Kunchom geriet sie bald in die Ereignisse um Liscom von Fasar und die Gauklerfamilie da Merinal und lernte unter den Gefährten auch den Phexgeweihten Yann Sertun kennen, mit dem sie bis zu ihrem Tode eine Freundschaft verband. Hier begann sie auch das erste Mal zu begreifen, daß die phexische - verspielte und verschmitzte - Seite ihrer Persönlichkeit wohl etwas war, das sie niemals wirklich würde ablegen können.

Nach Kunchom begab sie sich für einige Monate in die Akademie zu Punin, begleitete dann - wiederum aus purer Neugier, Abidijin von Galsynys, einen Absolventen der Akademie zu Tuzak, auf das maraskanische Eiland. Hier ergriff sie die Möglichkeit, einige Expeditionen unter Rankorium Muntagionus in den maraskanischen Dschungel auf der Suche nach Echsenspuren zu begleiten. Ihr Interesse daran erwachte, auch wenn eine Expedition sie beinahe das Leben kostete und sie auch nicht genau wußte, wie exakt sie es aus dem Dschungel wieder herausgeschafft hatte.

Sie verließ Maraskan, um sich von Khunchom auf dem Landwege nach Selem und schließlich nach Al'Anfa zu begeben. Hier studierte sie einige Monate lang an der Nandusschule und bewegte sich in den Kreisen der besseren Gesellschaft bis sie einer ganz besonders widerwärtigen Magierin einige ihrer Sklaven befreite und von dort an auch in Al'Anfa kein gern gesehener Gast war. Sie floh mit den Sklaven in die Regenwälder und schaffte es, mit Mohaha zusammen deren Stamm zu erreichen. Als Retterin der Stammesmitglieder war sie dort durchaus willkommen, und neugierig studierte sie die Sitten und Gebräuche der ihr fremden Menschen, bis sie schließlich im Traum eine Nachricht ihres Bruders erhielt, die vom Tode ihres Vaters berichtete.

Sie brach auf und erfuhr bei ihrer Ankunft von Montana, daß ihr Vater durch Gift gestorben war. Ihr Vater, der lange Zeit im Adlerorden gedient hatte, wohl vor langen Jahren in eine größere Intrige verwickelt worden war. Die Intrige kostete ihn den Posten und brachte ihm Montana als Schweigegeld. Genaueres fanden sie und ihr Bruder Andrego trotz vieler Mühen nicht heraus und so machte sie sich daran, ihm bei der Führung des Gutes zu helfen.

In diesen Tagen schloß sie auch Bekanntschaft mit Silvano di Miranelli, einem Studienkollegen ihres Bruders, der nach seiner Ausbildung den Weg zu Nandus, dem himmlischen Sohn Hesindes und Phexens gefunden hatte. Das Konzept dieses Gottes leuchtete Esybilla ein. Wissen zu sammeln, zu kombinieren und anzuwenden entsprach genau ihrer Lebensphilosophie, und di Miranelli hatte leichtes Spiel darin, die junge Magierin weiter und weiter in die Kusliker Nandusloge zu ziehen. Andrego, selbst nicht weit von den Überzeugungen seines Freundes, sah es gern, und so war Esybilla bald vollwertiges Mitglied der Loge. Auf einem Botengang nach Punin, der wohl als Vertrauensbeweis gedacht war, wurde sie überfallen und fiel in die Hände von Schwarzmagiern, die ihr die Botschaft aus Kuslik abnahmen. Unwillig, sich selbst an ihr die Hände schmutzig zu machen sperrten sie sie in die weitausladende Krypta der Burg aus den Magierkriegen, in der sie sich verborgen hatten, ohne ihren Stab und ohne magische Kraft. Esybilla irrte zwei Tage im Finsteren herum, und hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen, als sie, wie aus heiterem Himmel, die Struktur der Krypta begriff, und verstand, daß es möglicherweise einen zweiten Ausgang gab. Sie fand ihn und begriff, daß das, was sie erlebt hatte, wohl nichts anderes als die Kraft des Gottes Nandus gewesen war. Sie erbat die Weihe in Kuslik, erhielt sie und ging wieder auf Reisen, nur um im Norden auf den Jäger Lieto, den Golgarithen Goran von Punin, den Druiden Setaou und den Wanderer Iolaos zu treffen.

Ab hier berichtet sie getreulich in ihrem Tagebuch, das sie wie ein hesindianisches Buch der Schlange führt, über ihre Erlebnisse, und gibt gleichzeitig ein Zeugnis der Vorgänge um die Rückkehr Borbarads, wie es sonst wohl keines gibt.

-> Zurück nach oben
-> Zurück zur Übersicht