Das Greifenopfer
Thomas Finn
Das Greifenopfer
Eine Schuld, ein Handel, wie man es auch immer nennen will, führt den Phexgeweihten Greifwin in den Norden Aventuriens, nach Lowangen. Er sucht Sternenstaub, ein altes, mystisches Relikt, und er hofft, daß vier magische Bilder ihm dabei helfen werden. Doch noch während er dabei ist, sie aufzuspüren, ist ihm die Halbelfe Mayla auf den Fersen, beauftragt, das verschwundene Bild in der Akademie zu Lowangen zu finden.
Doch schließlich machen sie sich gemeinsam auf einen weiten Weg, der sie tief in die Blutzinnen führen wird.

Ich kannte "das Greifenopfer" als Abenteuer, bevor ich es als Buch kannte. Unser Meister der Simyalakampagne adaptierte es vorzüglich als Abenteuer für unsere Heldengruppe im Rahmen der Kampagne, und diese Bilder habe ich immer noch vor Augen, wenn ich den Roman lese. Die Geschichte ist wirklich sehr schön, führt in ein kaum bekanntes Kapitel aventurischer Geschichte, an verzauberte Orte und zu mystischen Fragen. Die Szenarien sind wirklich sehenswert, eine alte Trollstadt, der Aikar Brazoragh, ein mystischer Staub, von dem man sagt, er erfülle alle Wünsche - doch habe man nur einen einzigen frei...
Doch auch losgelöst von Simyalakampagnennostalgie ist das Greifenopfer wirklich ein schönes Buch, mit nachvollziehbaren Charaktären, die die Identifikation ausgesprochen einfach machen, mit einer wirklich spannenden und auch originellen Handlung. Greifwin und Mayla sind zwar keine unglaublich innovativen Charaktäre, aber doch glaubwürdig und sehr liebenswert, leichte Identifikationsfiguren, so daß man gern durch ihre Augen die Geschichte erlebt.
Als Pluspunkt muß auch vermerkt werden, daß sich hier bemerkenswert schöne Beschreibungen von Trollen und Orks finden, die ja andernorts doch oft eher tierisch beschrieben werden. Das Buch ist nur zu empfehlen, spannende Lektüre, die man wohl nicht so schnell aus der Hand legen wird.

Gelesen von Ute

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