Blakharons Fluch
Alexander Wichert, Christian Thon
Blakharons Fluch
Der Auftrag, schwarzmagische Umtriebe zu unterbinden, aufzuklären und zu bestrafen, sendet den Bannstrahler Praiodan auf eine Reise, die ihn mehr fordern wird, als er zu Beginn auch nur ahnt. Begleitet von einer Elfe und einer Draconiterin muß er sich zunächst und vor allem anderen sich selbst und seinen Zweifeln stellen.

Vorneweg eins: ein sehr schönes Buch. Praiosgläubige gehören nicht unbedingt zu den üblichen Sympathieträgern eines Hobbyaventuriers wie mir, der in diesem Buch auftretende Praiodan ist aber eine leuchtende Ausnahme. Selten habe ich eine so glaubwürdige und nachvollziehbare Charakterisierung eines durchaus menschlichen Praiospriesters erlebt. Wichert und Thon zeigen den Menschen hinter der Fassade und bieten ein wirklich interessantes Bild. Die Geschichte selbst ist interessant, aber nicht besonders originell, bietet jedoch gegen Ende eine nette Wendung, die zumindest ich nicht wirklich vorausgeahnt habe.
Schön ist auch, wie sich die Beziehung zwischen Praiodan und der Elfe entwickelt, insbesondere, da beide Charaktäre eben sehr extrem sind. Aus ihrem Konflikt und ihren Unterschieden erwächst sehr viel Dynamik.
Dagegen wirkt die Draconiterin eher blaß - und das ist doch recht schade, weil ich eben Hesindianer sehr mag. Tatsache ist aber, daß ich finde, daß sie gegen Praiodan nicht wirklich viel ausrichten konnte. Die Streitgespräche Praios gegen Hesinde waren zwar ganz nett, aber während man bei Praiodan dadurch, daß seine Motive auch dargelegt wurde, auch seine Überzeugung hinter den Worten sah, fehlte mir das ein bißchen bei der Draconiterin, die dadurch sehr stereotyp und farblos wirkte.

Gelesen von Ute

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