Sphärenschlüssel
Heike Kamaris, Jörg Raddatz
Sphärenschlüssel
Sphärenbeben erschüttern die Gor, einst Sitz der Schwarzen Feste des Dämonenmeisters Borbarad. Gemeinsam mit einigen Golgariten begibt sich Tarlisin von Borbra, vielleicht schillerndster Magier der Großen Grauen Gilde, dorthin, um nach der Ursache zu forschen.
Doch der Schatten des Dämonenmeisters ist lang, udn Tarlisin hat die Gefahr unterschätzt. Mit knapper Not entkommen taucht er in Gareth aus der Dämonenbrache auf - nicht unbedingt der vertrauenswürdigste Ort, bedenkt man, daß seine Expedition mit Mann und Maus unterging. Als er in Punin auf dem Magierkonvent zur Klärung der Vorgänge aufgefordert wird, rächt sich, daß er sich seit Jahren einen Sport daraus macht, die arkane Öffentlichkeit zu brüskieren.

Der Roman "Spärenschlüssel" besticht inbesondere durch eine hervorragende Beschreibung der magischen Gesellschaft Aventuriens und der Darstellung des Magierkonventes im besonderen. Darstellung magischer Gerichtsbarkeit findet sich hier ebenso wie eine detaillierte Ausarbeitung verschiedener bekannter aventurischer Persönlichkeiten. Die Beschreibugn des Tarlisin von Borbra ist schillernd wie der Magier selbst, auch wenn es bisweilen ein wenig stört, daß der Magier in etwas zu vielen Situationen unterhalb seines Bauchnabels denkt - der PUnkt war für mich ein wenig überstrapaziert.
Dennoch ist von Borbra Sympathiefigur und Hauptperson des Romanes, seine Eigenwilligkeiten, seine etwas seltsame Beziehung der Göttin Tsa gegenüber sowie die Tatsache, daß er ein Mann ist, der sich trotz bisweilen guter Vorsätze gründlich selbst im Weg steht, sind Triebfeder der Geschichte.. Man fühlt beinahe automatisch mit ihm, während er auf der einen Seite versucht, seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, an der er eifrig mitgeknüpft hat, auf der anderen Seite herauszufinden versucht, was es denn nun mit dem Spärenschlüssel auf sich hat.
Als Leser weiß man meist ein bißchen mehr als die Protagonisten des Romans, so daß es sich oft beinahe aufdrängt, laut und vernehmlich 'Tu's nicht!' zu rufen, aber auch daraus zieht der Roman einen Teil seiner Spannung.
Alles in allem ein schönes Nebenkapitel der borbaradianischen Zeit, das vor allem durch den schillernden Tarlisin lebt.

Gelesen von Ute

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