Die Löwin von Neetha
Ina Kramer
Die Löwin von Neetha
Thalionmel - der Name der Geweihten der Rondra die, vollkommen allein, die Brücke von Neetha gegen die anstürmenden Novadihorden verteidigt, besitzt in ganz Aventurien strahlenden Klang. Dies ist die Geschichte ihrer Kindheit.
Geboren im liebfeldischen Brelak, aufgewachsen gemeinsam mit ihrer Ziehschwester Zulhamin, behütet von ihren Eltern, wächst die junge Thalionmel zunächst zwar in kriegerischer Tradition, doch wohlbehütet heran. Doch ihr Oheim, der unehelich geborene Zordan Fuxfell, überschattet ihr Leben mehr als nur einmal. Und so ist es auch schließlich seinem Tun zuzuschreiben, daß ihre wohlbehütete Welt zerbricht.

Ich bin etwas unschlüssig, wie ich "Die Löwin von Neetha" rezensieren soll. Sie ist der erste Teil eines Zweiteilers über das Leben der heiligen Thalionmel - und den Zweiteiler fand ich, gemeinsam gesehen, durchaus kurzweilig. Die Charakterisierung ist stimmig, und auch die Geschichte um Thalionmel kommt durchaus gefällig einher.
Allerdings ist diese Geschichte als Ganzes zu sehen - und mir ist unbegreiflich, warum man sie in zwei Bücher geteilt hat. Nicht nur, daß die "Löwin von Neetha" ohne den Nachfolger recht sinnlos erscheint - das ist normal bei Zweiteilern - es ist auch das deutlich schwächere Buch, weil es den Teil der Geschichte Thalionmels aufnimmt, vielleicht aufnehmen muß, der wenig Spannung in sich bietet. Hier werden die Fäden für den zweiten teil gelegt, aber "Die Löwin von Neetha" ist eigentlich nur die Geschichte einer liebfeldischen Landadeligen, ihrer Kindheit und rondragefälligen Erziehung, überschattet von den - bis auf die letzten Seiten - zwar ärgerlichen, aber dennoch nicht wahrhaftig bedrohlichen Machenschaften Fuxfells.
Gemeinsam mit dem Nachfolger gesehen ergibt sich allerdings ein gefälliges Bild. Die Gemeinschaft der Protagonisten ist angenehm gewählt und kommt sehr realistisch einher, das fulminante Ende macht Lust auf mehr. Der Stil ist gefällig, flüssig und liest sich sehr angenehm, hat großen Anteil daran, daß das Buch trotz der Mängel ein Lesevergnügen ist.
Die Geschichte Thalionmels von Ina Kramer sollte man in jedem Falle gelesen haben - warum man die Geschichte allerdigns auf zwei Bücher aufgeteilt hat, ist mir nicht so richtig klar.

Gelesen von Ute

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