Der Dämonenmeister
Hadmar von Wieser
Der Schwertkönig
Der Dämonenmeister ist der zweite Teil der Lebensgeschichte des aventurischen 'Größten Helden aller Zeiten', Raidri Conchobair, in dem der Krieger, mittlerweile gealtert, sich langsam dem Ernst des Lebens stellen muß. Schon lange plagt ihn die Vermutung, daß er eine Bestimmung zu erfüllen hat, doch welche dies ist, begreift er erst sehr, sehr spät.

Der Dämonenmeister ist deutlich besser als sein Vorgänger, "der Schwertkönig", schon allein deshalb, weil er deutlich weniger geschmackliche Entgleisungen bietet. Die Vorzüge des Vorgängers, nämlich der unverfälschte und sehr sorgfältige Blick auf gewisse Abschnitte aventurischer Geschichte, bleiben erhalten, dafür hält sich von Wieser in diesem Roman ein wenig zurück, was die schlüpfrigeren Details des Lebens Raidri Conchobairs angeht.
Der Dämonenmeister trifft einen deutlich nachdenklicheren Raidri an, der beginnt, über sich, sein Leben und seine Bestimmung nachzudenken, und durch diese deutlich reflektierendere, vorsichtigere, auch traurigere Seite gewinnt die Hauptfigur deutlich an Kontur, auch an Sympathie. Raidri tritt plastischer hervor, und der angenehme Stil des Buches kann sich hier deutlich besser entfalten. Die Ereignisse, die Aventurien beuteln und denen er sich stellen muß, werden dramatischer, und im selben Zuge verliert auch Raidris Leben deutlcih an Leichtigkeit - schön wie hier beides miteinander verwoben wird.
Am Ende weiß man nicht, ob man sich freuen oder traurig sein soll. Aber das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen...

Gelesen von Ute

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