Der Spieler
Christian Jentzsch
Der Spieler
Halgor, genannt das As, ist einer der besten Boltanspieler Gareths. Er mag sein Leben in der Halbwelt der größten Stadt Aventuriens, liebt eine nicht allzu respektable Rahjasdienerin und verdient sein Geld ausschließlich an den gediegenen Kartentischen der Hauptstadt. Doch als seine Freundin stirbt und er das Opfer einer Intrige wird, gerät seine Welt aus den Fugen. Gar scheint es kurzzeitig, als haben sich die Götter vollends von ihm abgewandt...

"Der Spieler" ist ein schönes Beispiel dafür, wie ein bis dahin relativ unbescholtener Aventurier, der zwar ein kleiner Gauner sein mag, aber keinesfalls verdorben ist, in einen Pakt mit dem Herrn der Rache hineinschliddert. Halgor durchläft die Stadien von vollkommenem Unverständnis über das Entsetzen, als er begreift, was mit ihm geschieht, bis hin zum mutigen Kampf seines Götterglaubens gegen den finsteren Erzdämon selbst. Man bangt mit ihm, und seine Befreiung aus dem Pakt mag so recht seinem Lieblingsgott, dem füchsischen Phex, zur Ehre gereichen. Der Stil ist locker, flüssig, und sorgt dafür, daß man das Buch so schnell nicht aus der Hand legt, kurzweilig ist es allemal. Auch die Beschreibungen verschiedener Spiele, die Halgor absolviert, sind wirklich lesenswert.
Ein wenig negativ ist mir aufgefallen, daß Halgor doch ein wenig freimütig von der Leber weg mit Blakharaz geplaudert hat, der Pakt erschien mir an manchen Stellen doch auch ein wenig verharmlost. Wenn man das außer Acht lässt, findet sich hier aber ein sehr lesenswertes Buch.

Gelesen von Ute

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