Die letzte Kaiserin
Daniel Jödermann
Die letzte Kaiserin
Das Bosparanische Reich hat über die Tulamiden obsiegt, und Hela Horas herrscht nun über ein Reich, das beinahe ganz Aventurien umspannt. Doch Macht birgt auch Versuchung, und nicht alles am Kaiserhof ist, wie es sein sollte. Gleichzeitig macht in Gareth ein junger Abenteurer namens Raul von sich reden...

Zuerst: Ich fand den Roman gut. Er war allerdings etwas anders, als ich ihn erwartet habe. Zum Einen zähle ich mich zu den typischen sensationslüsteren Soap-Opera-Zuschauern von Aventurien und es gab nicht die kleinste, unerwartete Enthüllung. ^^ Zum Zweiten baut man zu Hela als Leser keine Beziehung, sei es eine positive oder negative, auf. Der Roman wird aus der Perspektive von Raul und Baduar vom Eberstamm, einem rondrianischen Offizier sowie den Prätorianer Salim und einer güldenländischen Prinzessin geschrieben. Das ist schade, den die Beweggründe Helas bleiben verborgen.
Raul dagegen ist ganz gut gelungen und Baduar ist einfach zum Knuddeln, eindeutig meine Lieblingsfigur im Roman. :-) Der Unterschied zwischen der tulamidischer Kultur Rauls und der güldenländischer Kultur Baduars ist sehr gut dargestellt, das Duo macht Spass.
Im Gegensatz zu den Answin- und Galottaromanen musste der Autor kaum Rücksicht auf die gesammelten Autorenergüsse diverser Uraltabenteuer und -Büchern nehmen, was sich positiv auf die Handlung auswirkt. Es wird der Zeitraum von der Nachricht des Todes Muraks bis zur Gotterhebung Helas beschrieben, wobei wie gesagt, die Beweggründe Helas im Hintergrund bleiben. Es taucht ein geheimnisvoller tulamidischer Magier auf, sie sammelt Ritualgegenstände für ein Ritual von Fran Horas und ist im Besitz des Stern von Selems. Gleichzeitig verfolgt man die rondrianischen, phexischen und rahjanischen Taten Rauls (keine Sorge, er ist kein Raidri) und seinen Aufstieg in Gareth. Raul ist mir hier einen Hauch zu perfekt, aber es ist noch im Rahmen.
Das Buch liesst sich flüssig und aufgeräumter als Galottas und Answins Leben; ich fieberte schön mit den Hauptfiguren mit und freue mich auf den nächsten Band.

Fazit: Eine weitere gute Biographie ohne größere Überraschungen.

Gelesen von Conny

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